Grüne Branche

Plantion/FloraHolland: doch wieder Klage eingereicht

Nun ist offenbar doch wieder eine gerichtliche Auseinandersetzung angesagt. Plantion teilte Ende der Woche mit, die Gespräche mit FloraHolland hätten kein befriedigendes Ergebnis gebracht. Daher werde gegen die Kündigung des Kooperationsvertrages geklagt. 

Vor zwei Wochen hatte Plantion angekündigt, mit einer Einstweiligen Verfügung erreichen zu wollen, dass FloraHolland die im Februar erfolgte Kündigung des Kooperationsvertrages zurücknehmen muss (siehe TASPO 22/12). Letzte Woche gab es dann Gespräche der Verantwortlichen der beiden niederländischen Blumenvermarktungs-Genossenschaften (siehe TASPO 23/12).

Plantion wünsche weiterhin gute Zusammenarbeit mit FloraHolland und allen anderen Kettenpartnern. Plantion werde alles tun, weiterhin den Zierpflanzenproduzenten als selbstständiger Handelsplatz dienen zu können.

Die Auseinandersetzung mit Plantion war natürlich auch ein Thema bei der Mitgliederversammlung von FloraHolland am 7. Juni in Aalsmeer. Niederländischen Quellen zufolge haben mehrere Mitglieder das Vorgehen von FloraHolland als „kleinlich“ und als „Machtspiel“ kritisiert.

Der FloraHolland-Vorsitzende Bernard Oosterom sagte dagegen, die angestrebte Änderung des Kooperationsvertrages habe nicht zum Ziel, eine Fusion zu erzwingen. Aktuell gehe es speziell darum, dass direkte Transaktionen mit Käufern, die sowohl bei FloraHolland als auch bei Plantion eingeschrieben sind, über FloraHolland abzurechnen sind. (eh)