Grüne Branche

Podiumsgespräch über „Grüne Infrastruktur“

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Welchen Wert haben eigentlich die Investitionen in die grüne Infrastruktur Thüringens? Dieser Frage gingen die Teilnehmer der Podiumsdiskussion nach, die im Rahmen des Neujahrsempfangs der grünen Verbände des Freistaates stattfand.

150 Gäste kamen in diesem Jahr zum traditionellen Empfang der grünen Verbände in den Kanonenhof des Deutschen Gartenbaumuseums in Erfurt. Foto: Maik Schuck

bdla, DGGL und FGL laden zur Podiumsdiskussion

Gertrudis Peters, ehemalige Geschäftsführerin der Architektenkammer Thüringens, moderierte die Podiumsdiskussion. Vertreter der zuständigen Landesministerien, der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG), sowie Mitglieder des Bundes deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), der deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) und des Fachverbandes für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) beteiligten sich am Meinungsaustausch.

Funktionaler Mehrwert grüner Infrastruktur betont

Peters betonte die zunehmende Wichtigkeit des funktionalen Mehrwerts grüner Infrastruktur, besonders ihre positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Bürger. Hans-Jürgen Schäfer, Abteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz sieht eine wachsende Bedeutung in grüner Infrastruktur. „Wir brauchen Landschaftsgestalterische Elemente, die Natur erfahrbar machen als Strukturelement in einer Kulturlandschaft“, so Schäfer. Naturnaher Lebensraum und Gestaltung von Natur schlössen sich nicht aus.

Grüne Infrastruktur braucht auch Pflege

Jens Heger, FGL-Präsident Hessen-Thüringen, sieht immer noch ein großes Beschäftigungsfeld für grüne Infrastruktur. Er wies aber auch darauf hin, dass die Pflege bei den Kommunen eine immer geringere Rolle spielt. Das ginge zu Lasten der Qualität. „Man muss das als Ganzes sehen. Nicht nur die Investition auch die Folgekosten müssen in den Blick genommen werden, das heißt eine dauerhafte Entwicklungspflege. Es macht keinen Sinn, grün in die Städte zu holen und sich danach nicht darum zu kümmern.“