Grüne Branche

PolluSan-Topf-System: Luftreinigungseffekt der Wurzel nutzen

Bekannt ist, dass Pflanzen helfen, die Luft in Innenräumen von Schadstoffen wie Formaldehyd und Benzol frei zu halten. Mit einem handelsüblichen Pflanzentopf gelingt es jedoch lediglich, acht bis zehn Prozent der Raumluft von Schafstoffen zu befreien.

Beim PolluSan-Topf-System dagegen handelt es sich um einen speziellen Pflanzentopf, der es schafft, das Luftreinigungspotenzial einer Pflanze in vollem Maße auszuschöpfen, ohne auf elektrisch betriebene Air-Clean-Filtersysteme zurückzugreifen, so der Erfinder und Anbieter, die Green Innovation Systems GmbH (Hamburg).

Klassische Töpfe lassen kaum Umgebungsluft ans Wurzelwerk, wobei Pflanzen etwa neunzig Prozent der Umweltgifte über eben dieses aufnehmen – nur zehn Prozent über die Blätter, so das Unternehmen weiter. Den Nachweis habe eine im Jahre 1989 durchgeführte Studie der Nasa erbracht, innerhalb derer die besten Pflanzen zur Luftreinigung von Innenräumen ermittelt wurden.

Durch seine spezielle Form sei der PolluSan-Topf in der Lage, eine permanente Luftzirkulation zu erzeugen. Dabei bediene er sich des sogenannten „Kamin-Effektes“, der die Luft am untersten Rand einzieht und sie über das Wurzelwerk nach oben strömen lässt. Eine spezielle Erd-Mischung speichere die Schadstoffe, die die Pflanzenwurzel dann mit Hilfe von Mikroorganismen im Substrat und eigens produzierten Enzymen in Glukose, Aminosäuren und Stärke, die der Pflanze als Nährstoffe dienten, umwandele. Dafür habe PolluSan das Umwelt-Siegel des TÜV Nord erhalten.

Tests mit einem Drachenbaum und PolluSan hätten gezeigt, dass ein im Bereich des MAK-Wertes (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) mit Formaldehyd und Toluol belasteter Raum innerhalb eines Tages zu 75 Prozent von den bekannten Schadstoffen befreit werden kann. Für die Verwendung geeignet seien vielen Zimmerpflanzen, Palmen und Orchideen.

Eingetopft in einen PolluSan-Topf erreichten diese Pflanzen einen vier bis fünfmal höheren Luftreinigungseffekt als dieselbe Pflanze in einem klassischen Pflanzentopf. Das System besteht laut Anbieter aus einem Unterteil, in dem auch ein Wasservorrat von 1,6 Litern Platz findet (ausreichend für zwei- bis dreiwöchige Gießintervalle), und einem nach unten konisch angeordneten Innentopf, gitterförmig ausgearbeitet, um die Belüftung des Wurzelwerkes zu ermöglichen.

Der im Gießwasser stehende untere Teil des Gittertopfes sei mit einer Drainschicht aus Tongranulat versehen. Das darüber angeordnete Erdsubstrat stehe somit nicht in direkter Verbindung mit dem Gießwasser. Gegossen wird über einen mit einem Wasserstandsanzeiger versehenen Einfülltrichter. Ein nach oben konisch angeordneter Außentopf ermögliche die Belüftung am Gittertopf vorbei und am oberen Lochring wieder austretend.

Das System ist in der EU sowie den USA patentiert, so der Erfinder. Ab Mitte Januar 2014 werde PolluSan mit einer Pflanzenauswahl (Dracaena, Spathiphyllum, Schefflera, Epipremnum) in vier verschiedenen Farben über das Internet erhältlich sein. Man sei noch auf der Suche nach Vertriebspartnern und Lizenznehmern. Der Endverbraucher-Preis werde je nach Pflanze zwischen 79 und 99 Euro liegen. (ts)

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.pollusan.de.