Grüne Branche

Portaltraktoren im Vergleich

Getrimmt auf schwieriges Gelände
Das große Interesse der Fachbesucher war ihnen gewiss: verschiedene Portaltraktoren konnten auf der Baumschultechnik 2012 Ende August auch bei den Maschinenvorführungen angeschaut werden.

Innovativ zeigten sich die Portaltraktoren, die auf dem Freigelände des Gartenbauzentrums der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Ellerhoop ausgestellt wurden. Die Besucher hatten an beiden Tagen Gelegenheit, sich die Geräte zu festgelegten Terminen im Praxiseinsatz anzuschauen. Das Testgelände war eigens für diese Vorführungen auf dem Freigelände des Gartenbauzentrums angelegt und mit verschiedenen Gehölzkulturen bepflanzt worden.

Leicht, hangtauglich und ergonomisch
Mit einem neu entwickelten sonnengelben Portaltraktor präsentierte sich die Raussendorf Maschinen- und Geräte AG aus Obergurig. Die Idee zu dieser Neuentwicklung hatten die Weihnachtsbaumanbauer Robert und Ulrich Kleinstäuber aus der sächsischen Schweiz (Stolpen, Bahratal). Die beiden Praktiker brachten ihre Vorstellungen von einem Gerät in die Entwicklung ein, nachdem sie in der ganzen Europäischen Union keinen Portalschlepper gefunden hatten, der ihren Ansprüchen an eine sichere Arbeit in den Bergen genügte.

Der Portalschlepper Arbor-Rex von Raussendorf/Kleinstäuber zeichnet sich nun durch einen sehr niedrigen Schwerpunkt aus, weil der 300 Liter fassende Kunststoff-Spritztank am tiefsten Punkt der Maschinen angebracht ist, neben dem Motor und dem Hydrauliköltank. Die drei Räder laufen mit permanentem Allradantrieb und verfügen über eine Sperre und Feststellbremse. So eignet er sich insbesondere für schwieriges Gelände wie Berge, Täler bis 30 Prozent Neigung und Mulden.

Minimaler Wendekreis und viele Extras
Den königsblauen Axiss 8521 gibt es seit dem vergangenen Jahr. An der Entwicklung mitbeteiligt war auch Weihnachtsbaum-Produzent Manfred Graf aus Bühl-Eisental (Baden-Württemberg), der den Portalschlepper während der Praxisvorführung auf der Baumschul-Technik 2012 erklärte. Hergestellt wird er von der Firma GRV aus Peronne (Frankreich), die ein Patent auf das zweigeteilte Chassis mit zentralem Gelenk hält. Der Einsatz auch in Weinkulturen liegt nahe bei der Herkunft aus dem Burgund und dem Badischen, wo auch das Ausgangsmodell eingesetzt wurde. Alle vier Räder haben permanenten hydrostatischen Allradantrieb und sind bei Schlupf selbstsperrend. Außerhalb der Reihen kann die Maschine durch gegenläufige Steuerung des Vorder- und Hinterrades im koordinierten Lenkmodus quasi auf der Stelle wenden, der Lenkradius von 2,50 Meter entspricht damit der Maschinenbreite.

Viele weitere Modelle und Beispiele finden Sie in der Ausgabe 01/ 2013 Deutsche Baumschule.