Grüne Branche

Porträt: Freiland-Schnittblumen von Sonnensaat

, erstellt von

2005 machte sich Anja Gring mit ihrem Samenhandelsunternehmen Sonnensaat in Uetze selbstständig. Durch den Trend zu regionalen Produkten stößt ihr umfangreiches Sortiment an Freiland-Schnittblumen auf zunehmendes Interesse.

Anja Gring, gelernte Floristin und Gärtnermeisterin, in ihrem Unternehmen Sonnensaat. Foto: privat

Freiland-Schnittblumen wirken natürlich und umweltfreundlich

Dank ihrer Erfahrung und ihres Interesses an neuen Züchtungen und dem globalen Saatgutgeschäft ist Anja Gring zu einer Saatgut-Expertin geworden. Sie arbeitet mit Züchtern aus vielen Ländern zusammen. Durch diese Kontakte hat sich in den vergangenen Jahren ihr Katalog, den sie einmal im Jahr veröffentlicht, stetig verändert.

„Eine große Sortenvielfalt und die Möglichkeit, Marktnischen mit absolut frischer Ware zu bedienen, sprechen für die Freilandproduktion von Schnittblumen und Schnittgrün. Freilandblumen gelten beim Kunden als natürlich und umweltfreundlich. Auch der Saisoncharakter macht Freilandware zu etwas Besonderem“, erklärt Gring.

Exklusive Sorten und Farben im Sonnensaat-Sortiment

In ihrem Samenhandelsunternehmen führt sie auch exklusive Sorten und Farben. Bei einigen Arten wie Brassica, Callistephus, Dianthus, Eucalyptus und Helianthus oder bei Kürbissen hat Gring ein besonders breites Angebot. Daneben findet der Kunde auch Genussgemüse.

Außerdem hat sich Gring mit essbaren Blüten beschäftigt. Sie erfordern einen kurzen Transportweg. Dafür lässt sich der Abnehmerkreis auf Restaurants ausweiten.

„Saatgut von Sorten, die meine Kunden nicht im Katalog finden, kann ich meist kurzfristig besorgen“, sagt Gring. „Wir sind durch unsere kompakte Betriebsstruktur flexibel und können schnell reagieren.“ Die meisten Kunden kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über Neuheiten informiert sie sich über ihr gut ausgebautes Netzwerk. Jedes Jahr ist sie zudem auf den FlowerTrials unterwegs, schaut sich aber auch bei Lehr- und Versuchsanstalten wie in Dresden-Pillnitz um.

Gärtner und Floristen testen Grings Freiland-Schnittblumen

„Um meinen Kunden Kulturtipps geben zu können, lasse ich Schnittblumen in Gärtnereien aussäen und testen. Ich arbeite auch mit Floristen zusammen, die Verwendung und Haltbarkeit testen. Zudem habe ich selbst einen Versuchsgarten.“

Aus diesem Erfahrungspool schöpft Gring und kann zusammen mit Handelsvertreter Ulrich Harmuth die Kunden beraten. Mit Testmengen können sich Gärtner selber an eine Kultur herantasten.

Mehr Betriebsporträts, News und Berichte aus dem Zierpflanzenbau lesen Sie regelmäßig in der Gärtnerbörse.