Grüne Branche

Porträt: „Wichtig, dass unsere Branche freie Handelsvertreter kennt“

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Schon früh konnte Martin Fischer Kontakte im Ausland knüpfen. Heute ist für den Gartenbau-Ingenieur, der seit 2009 als Handelsvertreter mit seinem Büro „Plantstart“ in Hann. Münden selbstständig ist, sein großes Netzwerk einer der Schlüssel des Erfolgs.

Martin Fischer ist ausgebildeter Gemüsegärtner, Gartenbau-Ingenieur und seit 2009 selbstständiger Handelsvertreter. Foto: privat

Fischer koordiniert Netzwerk von freien Handelsvertretern

Sein großes Projekt Vitroflora hatte der selbstständige Handelsvertreter vor sieben Jahren begonnen. Als Vertriebsleiter bei Agrexco hatte er ein enges Vertrauensverhältnis zu Vitroflora aufgebaut, vor allem über die Lieferung israelischer Pelargonien-Stecklinge.

Heute koordiniert er für das polnische Unternehmen ein Netzwerk von mehr als 15 freien Handelsvertretern, betreut die Exporte von Staudenjungpflanzen aus Gewebekultur oder vegetativer Vermehrung in den deutschsprachigen Raum und unterstützt seine Kollegen im Verkauf.

„Meine Kunden erwarten Ideen und neue Sorten“

Sein Motto lautet „Vielfalt gegen Schwemme“. Mit den Produkten und seinem Know-how möchte Fischer den Erlös seiner Kunden optimieren. „Am Anfang stehen Zuverlässigkeit und Produktionssicherheit. Meine Kunden erwarten aber auch Ideen und neue Sorten. Hierfür greife ich auf renommierte Lieferanten zurück“, sagt Fischer.

Bei der Gartenbau-Versicherung hat er gelernt, sich zu organisieren. Bei Ernst Benary hat er weite Teile Westeuropas inklusive Israel bereist, hat die kaufmännischen Grundlagen gelernt und Kontakte geknüpft. Bei Stender hat er Verkaufshilfen für Hobbyerden entwickelt.

Zehn Jahre als Vertriebsleiter „eine gute Schule“

„Die zehn Jahre bei Agrexco als Vertriebsleiter Deutschland und Osteuropa waren eine gute Schule“, sagt Fischer. Dort hat er etwa 15 israelische Exportgärtner betreut, deren Kundenstamm, vor allem für Pelargonien- und Petunien-Stecklinge, entwickelt und die Logistik aufgebaut.

Ein Thema bereitet ihm Sorge: „Ich will noch lange arbeiten, aber ich glaube, niemand wird meine Arbeit fortführen. Dabei ist es wichtig, dass unsere kleinteilige und vielfältige Branche auch weiterhin freie Handelsvertreter kennt. Kleine Firmen und innovative Produkte haben sonst keine Chance, kostengünstig an einen Vertrieb zu kommen.“

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