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Positive CO2-Bilanz: Natur-Weihnachtsbäume klimaneutral

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Wer Bedenken hat, einen echten Baum zum Fest ins Wohnzimmer zu stellen, darf beruhigt sein: Natürliche Weihnachtsbäume sind in der Regel klimaneutral. Denn während des Wachstums verarbeiten sie klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre. Bei der späteren Verwertung des Baumes wird aber weniger CO2 freigesetzt, als vorher gespeichert wurde.

Weihnachtsbaum-Plantagen erfüllen wichtige Funktionen für Natur und Klima. Foto: Claudia Kordes

Weihnachtsbäume: Sauerstofflieferant und CO2-Speicher

Als Sauerstofflieferant und CO2-Speicher erfüllt der Baum eine wichtige Funktion für Natur und Klima. Aber auch seine Verwertung nach dem Weihnachtsfest hat positive Effekte. Dadurch hat der natürliche Weihnachtsbaum eine neutrale Klimabilanz, während der Plastikbaum mit rund 48 Kilogramm CO2 pro Baum eine deutlich negative Klimabilanz ausweist.

Grundsätzlich hat jeder Baum eine ausgeglichene CO2-Bilanz in seinem Lebenszyklus: Während des Wachstums spaltet der Baum Kohlendioxid aus der Luft durch Fotosynthese in Kohlenstoff und Sauerstoff. Den Kohlenstoff nutzt der Baum zum Wachstum und speichert ihn in Stamm und Ästen. Den Sauerstoff gibt der Baum an die Atmosphäre ab. Stirbt der Baum, wird das vorher gespeicherte CO2 wieder an die Atmosphäre zurückgegeben. Die CO2-Bilanz des Baumes – auch des Weihnachtsbaumes – bleibt also grundsätzlich ausgeglichen und klimaneutral.

Studie bestätigt positive CO2-Bilanz natürlicher Weihnachtsbäume

Eine Studie des Ellipsos Instituts in Montreal hat 2009 berechnet, wie die CO2-Bilanz eines natürlichen Weihnachtsbaums im Vergleich zu einem Plastikbaum aussieht. Die wissenschaftlichen Berechnungen zeigen: Der natürliche Weihnachtsbaum hat eine neutrale CO2-Bilanz, die je nach Szenario um minus 0,5 bis drei Kilogramm CO2 schwankt. Und das obwohl in der Studie einige positive Effekte wie die Holzverwertung als Möbel- oder Baumaterial nicht berücksichtigt wurden.

Der Plastikbaum produziert dagegen rund 48 Kilogramm CO2 bei seiner Herstellung, dem Transport und der Entsorgung. Mindestens 17 Jahre müsste ein Plastikbaum genutzt werden, bevor er, bezogen auf CO2, mit einem natürlichen Weihnachtsbaum mithalten kann.

Weitere Vorteile von Natur-Weihnachtsbäumen

Neben dem CO2-Kreislauf der Natur gibt es weitere Aspekte, warum ein Natur-Weihnachtsbaum einem Plastikprodukt vorzuziehen ist:

  • Auf einer Weihnachtsbaumkultur werden immer gleich viele Bäume neu gepflanzt, wie zum Weihnachtsfest geschlagen wurden. Damit bleibt der Bestand an nachwachsenden Weihnachtsbäumen in den Anbaukulturen immer gleich.
  • Da die meisten deutschen Weihnachtsbäume aus der Region stammen, sind die Transportwege in der Regel kurz und die Belastungen entsprechend niedrig. Beim Transport und Verkauf fällt nur wenig Verpackungsmaterial an.
  • Nach Weihnachten kann der Baum kompostiert, thermisch verwertet oder für Möbel und Baustoffe weiterverwendet werden.
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