Grüne Branche

Positive Einschätzung: Verbände billigen den Reform-Beschluss

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt den Reformbeschluss. Die Erzeugerorganisationen würden weiterhin eine zentrale Rolle für frisches und verarbeitetes Obst und Gemüse spielen. Positiv wertet der DBV, dass auch Dauerkulturflächen des Obstbaues - Apfel-, Birne-, Kirsch- und Pflaumenflächen - prämienberechtigt sind. Zahlungsansprüche seien nun unabhängig von der Nutzung. Auch der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen (BVEO) äußern sich zufrieden. Für eine Wertung müsse allerdings die Anpassung der Durchführungsverordnung abgewartet werden. Erfreut sind beide Verbände, dass die Rolle der Erzeugerorganisationen in ihren Grundzügen bestätigt, die Bündelung des Angebots gestärkt und ihre Tätigkeit in Teilbereichen flexibilisiert werde. Für problematisch halten sie die zeitlich befristeten Sonderregelungen für neue Mitgliedsstaaten, da sie zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnten. Für Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk erfüllt die Reform viele seiner Erwartungen und biete gute Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen, marktorientierten und nachhaltig wirtschaftenden Obst- und Gemüsesektor. Die Regelungen ließen erwarten, dass sie den Sektor vorwärts bringen. Angesichts des starken Drucks von Seiten der großen Einzelhandels- und Discountketten sei es für ihn ein wichtiges Anliegen gewesen, die Erzeugerorganisationen zu stärken und sie als zentrales Element in der Marktordnung beizubehalten. Den Systemwechsel bei der Weiterverarbeitung von Obst und Gemüse hält Hauk für längst überfällig: Durch die Entkopplung der Zahlungen von der Produktion würden Überschüsse weiter abgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. In punkto Krisenmanagement fordert Hauk, die Interventionen nur auf einen sehr engen Rahmen zu beschränken.