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Praktiker Konzern: vorläufige Insolvenzverwalter starten Investorenprozess

Die drei vorläufigen Insolvenzverwalter der unterschiedlichen Gesellschaften beim Praktiker-Konzern haben sich mit Macquarie Capital auf ein gemeinsames Investmenthaus geeinigt, das den Investorenprozess begleiten wird. Ziel der drei vorläufigen Insolvenzverwalter sei es, mit Hilfe eines neuen Investors möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze der Praktiker- und Max-Bahr-Baumärkte zu sichern. 

Erste Interessensbekundungen – sowohl von strategischen als auch von Finanzinvestoren – haben die vorläufigen Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Udo Gröner (Holding Praktiker AG), Rechtsanwalt Christopher Seagon (neun Gesellschaften, darunter 168 Praktiker-Baumärkte und 54 ehemalige Praktiker-Baumärkte, die jüngst zu Max-Bahr-Filialen umgeflaggt wurden) sowie Rechtsanwalt Dr. Jens-Sören Schröder (drei Gesellschaften mit 78 Max-Bahr-Filialen, die 2007 von Praktiker gekauft wurden), laut Information bereits kurz nach Insolvenzantragstellung erhalten. Im Investorenprozess sollen nun alle ernsthaften Interessenten die gleichen Möglichkeiten erhalten, um die Übernahme der Praktiker-Kette und der Max-Bahr-Kette genau zu prüfen, damit sie auf dieser Basis Angebote abgeben können, heißt es.

Die drei vorläufigen Insolvenzverwalter kündigten an, im Verkaufsprozess eng zusammenzuarbeiten. „Insbesondere Max Bahr ist eine etablierte und funktionierende Marke, und auch für Praktiker gibt es Interessensbekundungen. Wir sind für konstruktive Lösungen offen, um die bestmögliche Lösung für Beschäftigte, Gläubiger und die weiteren Beteiligten zu erreichen“, sagten sie. Mit ersten Ergebnissen rechnen sie nicht vor Anfang September 2013.

Die Filialen der Praktiker- und Max-Bahr-Baumärkte sind weiterhin geöffnet, und der Verkauf geht an allen Standorten weiter. Kurzfristiges Ziel ist, den Geschäftsbetrieb sowohl bei Praktiker als auch bei Max Bahr zu stabilisieren. Um die Löhne und Gehälter der insgesamt etwa 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaften sicherzustellen, haben die vorläufigen Insolvenzverwalter kurzfristig die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bis einschließlich September 2013 beantragt. Zu einzelnen Standorten kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden. (ts)