Grüne Branche

Preisschere öffnet sich auch auf dem Friedhof

„Billigware und hochwertige Gestecke liefen gut, das mittlere Preissegment fand keinen nennenswerten Absatz. Ähnlich wie zuvor schon in der Grabpflege läuft die Entwicklung entweder in Richtung extrem billig oder richtig teuer.“ So kennzeichnete Dieter Neundorf, Vorsitzender der Rheinischen Friedhofsgärtner, den Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr. Die Saisonspitzen Frühjahr und Beet- und Balkonpflanzen mussten Einbrüche im Absatz hinnehmen. Das vorher schon etablierte Sommerloch hat sich in 2004 weit nach hinten ausgedehnt, und erst im Herbst konnten die Friedhofsgärtner eine leichte Besserung im Absatz erzielen. Die Hoffnungen für Allerheiligen und Totensonntag ließen sich nicht in allen Betrieben erfüllen, so Neundorf. Der Absatz im Blumengeschäft konzentrierte sich auf nur einzelne, wenige Tage. In der Grabpflege verlief das Geschäft etwas ruhiger, da keine außergewöhnlichen Wetterkapriolen zu verkraften waren. Erhöhten Pflegeaufwand gab es im vergangenen Jahr wegen dem sehr schleppenden späten Laubfall. Klare Einbrüche habe es im Bereich der Neuanlagen gegeben.