Grüne Branche

Pressekonferenz: Baumärkte setzen auf Paradigmenwechsel

Auch die Baumärkte brauchen einen Paradigmenwechsel, hin zu mehr Zusammenarbeit, hin zu Service und Dienstleistung. Das meinte BHB-Präsident Georg Rothacher nach einem für Baumärkte bescheidenen Jahr mit einem Minus von 1,6 Prozent und noch bescheideneren Advent-Wochenenden 2007. Wetterkapriolen, gefühlte Inflationsrate und ein Konjunkturaufschwung, der im Einzelhandel noch gar nicht angekommen ist, machte er dafür verantwortlich. Dies bei einer Pressekonferenz des Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB) im Dezember in Köln. Jetzt stehe es in der Kunst eines jeden einzelnen mehr zu tun. Inspiration und Anregungen verlange der Verbraucher. Er benötige viel mehr Informationen über die gebotene Qualität der Artikel, das demografisch bedingte Älterwerden der Verbraucher verlange mehr Dienstleistung und Convenience. Komplettsysteme bieten hier eine Lösung: ein neues, modernes Bad in einem Stück, mit einem Namen und einer Rechnung. Für solche Komplettlösungen sei die Zusammenarbeit mit Baustoffhändlern und Handwerkern aus allerlei Gewerken gefragt. Ein anderes Beispiel ist die Wohnungseinrichtung, wobei Innenarchitekten helfen und beraten können bis hin zu den Pflanzen auf der Fensterbank, passend zum gesamten Ambiente. Skeptisch äußerte er sich zur Flächenerweiterung der Gartenmärkte. Eher sieht er Chancen darin, das Thema Wohnen mit dem Thema Garten noch enger zu verknüpfen. Attraktives, emotionsgeladenes Präsentieren zählt hier dazu. Daher verspricht er sich auch eine gute Zukunft für den grünen Bereich im Baumarkt, wobei die Ausprägung sehr unterschiedlich sei. Für alle Bereiche eines Baumarktes gelte, sich zu entscheiden, mehr auf die praktischen Sortimente, auf Bauen, Maschinen und Geräte Wert zu legen oder ob die Zielrichtung eher eine gestaltende dekorative ist. Weitere Informationen zur Pressekonferenz lesen Sie in der aktuellen TASPO-Ausgabe Nr. 1/08