Grüne Branche

"Pretty much Picasso"

Petunia "Pretty much Picasso" heißt die Pflanze des Jahres im Norden 2010, mit der die norddeutschen Gärtnereien in der künftigen Beet- und Balkonpflanzensaison für sich werben wollen. Damit geht die neue Marketingmaßnahme, die 2009 mit der "Goldigen Greta" startete, in die zweite Runde. Eine Pflanze des Jahres muss viele Kriterien erfüllen: frühe Blüte, einfache Kultur, robust beim Endverbraucher, ausgefallene Blütenfarbe, Regenfestigkeit, gute Kombinierbarkeit mit anderen Beet- und Balkonpflanzen und - sie muss neu auf dem deutschen Markt sein. Auf die "Pretty much Picasso" traf dies alles zu. Der besondere Hingu-cker dieser Neuzüchtung aus dem Hause Kientzler: die gelblich-grünen Ränder an den dunkel-magenta-farbenen Blütenkelchen.

Während in 2009 die Bezeichnung "Goldige Greta" ein frei gewählter Aktionsname für die Nemesia Sunsatia "Maranon" war, muss in diesem Fall der von Kientzler gewählte Name "Pretty Much Picasso" beibehalten werden. Die jetzt fertig gestellten Werbemittel für 2010 heben gewissermaßen als Wiedererkennungsfaktor und Kurzform für den älteren und nicht englisch sprachigen Blumenkäufer das "Picasso" optisch hervor und stellen durch das ausge-wählte Reetdachhaus-Motiv eine inhaltliche Verbindung zu Norddeutschland her.

Die entsprechenden Werbemittel (Poster, Schilder, Pressetexte, Anzeigenvorlagen, Stecketiketten) seien jetzt in Arbeit. Olaf Beier, der über die Marketingaktivitäten berichtete, wünscht sich für 2010 eine noch bessere Beteiligung der Kollegen für diese Nachfolge-Kampagne des ausgelaufenen Wettbewerbs "Gärtnerei des Jahres". Nur wo die Kommunikation an die Medien und in den Betrieben selbst funktioniert habe, sei die Kampagne im vorigen Jahr ein Erfolg gewesen. Für 2010 gibt es deshalb noch Optimierungspotenzial.