Grüne Branche

Produktionseinbruch in Dänemark: Weihnachtsbäume werden ab 2005 knapp!

Henrik Mainz, Marketingexperte beim dänischen Produzentenverband (Dansk Juletrısdyrkerforening) zeichnet ein dramatisches Bild von der Situation in Europas Weihnachtsbaum-Exportland Nummer eins: "Wir haben einen einschneidenden Produktionsrückgang, der Ende 2004 seinen Höhepunkt erreicht hat. Im vergangenen Jahr haben wir noch rund zwölf Millionen Christbäume produziert, in 2005 werden wir bei gut acht Millionen liegen. Damit ist eine Knappheit vorprogrammiert, denn europaweit nimmt der Bedarf von Jahr zu Jahr zu." Wurden im Jahr 2000 in Dänemark noch auf rund 34400 Hektar Anbaufläche Weihnachtsbäume produziert, so liegt die heute genutzte Fläche bei nur noch knapp 27000 Hektar, also ein Rückgang der Produktionsfläche von über 7000 Hektar. Nicht ganz so krass verlief der Preisverfall der Nordmanntanne, die von einem Durchschnittspreis von 21 Euro im Jahr 2000 auf 19,20 Euro in 2004 sank. Deutlich stärker war der Preisdruck bei den so genannten "Discountbäumen", wie Henrik Mainz feststellen konnte: "Der Billigbaum sank von 16,50 Euro in 2000 auf 10,40 Euro in 2004 im Durchschnitt." Mit den Billigbäumen dürfte es nun vorbei sein. Auch bei den Qualitätsbäumen können die dänischen Produzenten nicht mehr mit einem unerschöpflichen Angebot dienen.

Diese Entwicklung bleibt natürlich nicht ohne Auswirkung auf die Preise: Es wird allgemein mit steigenden Preisen gerechnet, allerdings halten sich Produzenten wie Großhändler und Einkäufer derzeit noch bedeckt.