Grüne Branche

Produktverantwortung für Verpackungen gestiegen

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Vor knapp zwei Jahren trat das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Mit der Umsetzung der Vorgaben ist die Zentrale Stelle Verpackungsregister betraut, die jetzt eine erste Bilanz zu den Auswirkungen des Gesetzes zieht. Diese fällt durchweg positiv aus.

Nach zwei Jahren zieht die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) ein durchweg positives Fazit. Symbolfoto: Capri23auto/ Pixabay

Gestiegene Produktverantwortung bei Herstellern

Es seien mittlerweile an die 200.000 Hersteller, die bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) ihren Pflichten nach dem Verpackungsgesetz nachkommen. Diese Zahl entspreche einem Zuwachs von 140.000 Herstellern mehr als noch vor 4 Jahren. Dennoch musste die ZSVR um die 6.000 Ordnungswidrigkeiten feststellen, die an die Vollzugsbehörden weitergegeben wurden. „Die Daten zeigen, dass die Produktverantwortung für Verpackungen wieder einen hohen Stellenwert bekommen hat“, freut sich Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR).

Recycling und recyclinggerechtes Design

Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren 5,3 Millionen Tonnen Verpackungen des privaten Endverbrauchers stofflich verwertet, was eine Steigerung von 13 Prozent bedeutet. Bei Kunststoffen konnten sogar 50 Prozent mehr werkstofflich verwertet werden, so die ZSVR. „Die Recyclingmengen haben zwei Treiber: Die höheren Quoten des Verpackungsgesetzes und die höheren Mengen, die an Systemen beteiligt werden“, erläutert Rachut. Das recyclinggerechte Design von Verpackungen sei zudem mit dem neuen Mindeststandard zur Bemessung des recyclinggerechten Designs noch einfacher zu ermitteln. „Wir hoffen, dass nun auch die kleineren Hersteller ihre Verpackungslösungen besser auf das Recycling vorbereiten können“, so Rachut.

„Konsequente Nutzung von digitaler Technologie und Arbeitsweise“

Lediglich 45 Mitarbeiter waren am Aufbau des Programms und einer Etablierung in den Regelbetrieb beteiligt. Man habe daher mit einer ausgeprägten Digitalstrategie und agilem Management gearbeitet. „Umweltschutz ist mit größten Herausforderungen verbunden. Wenn wir diesen nachhaltig begegnen und weiterentwickeln wollen, geht das nur mit konsequenter Nutzung digitaler Technologie und Arbeitsweise“, erklärt Rachut die weiteren Herausforderungen. „Verpackungen sind damit der am besten dokumentierte Stoffstrom in Deutschland. Die Transparenz bietet die Grundlage für die Politik, um kluge und nachhaltige Weiterentwicklungen im Sinne der Abfallhierarchie zu kreieren. Register und Mindeststandard haben es in die europäischen Diskussionen zur Fortentwicklung des Verpackungsrechts geschafft. Diese Ausstrahlungswirkung bestätigt unseren Weg als schlanke Behörde, aber auch als beliehene Stiftung.“

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