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Profi-Hochgrasmäher: Akku-Technik am Limit?

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Kurz- und mittelfristig wird der Einsatz von Akku-Technologie bei professionellen Hochgrasmähern an Grenzen stoßen. Davon ist Georg-Otto Fuchs, Vermarktungsleiter beim Hochgrasmäher-Entwickler und -Hersteller AS-Motor, überzeugt.

Aufsitzschlegelmäher mit Allradantrieb für extreme Hanglagen: für den Akku-Betrieb (noch) nicht ausgelegt. Foto: AS-Motor

„Allmäher“ Steigerung von „Wiesenmäher“

Der Hersteller AS-Motor ist Spezialist für Geräte zum mechanischen Mähen von hohem Gras mit Wildkrautbesatz und bei schwierigem Gelände. „Allmäher“ heißt bei AS-Motor die Steigerung von „Wiesenmäher“.

Die Geräte kommen in grobem Gelände, an steilen Hängen und im hohen Gras und Gestrüpp gut voran und mähen wendig um Hindernisse herum, zerkleinern das Schnittgut „und sind überhaupt hart im Nehmen“, schwärmt Fuchs. Die „Schlegelmäher“ geben auch Fremdkörpern nach und sind damit bestens geeignet für unbekanntes Gelände.

Akku-Technik liefert nicht ausreichend Energie

Der hohe Energieeinsatz im schwer zugänglichen Terrain hat aber auch seinen Preis, erklärt Fuchs. Bei der Kraft, die die Geräte im hohen Gras brauchen, liefere Akku-Technik einfach noch nicht ausreichend Energie. Die Energiedichte von Akkus betrage im Vergleich zu Benzin nur 1:50 bis 1:100. Das hohe Gewicht von Akkus mit der benötigten Energie komme dabei erschwerend (im wahrsten Sinne des Wortes) hinzu.

Die Öko-Bilanz der Hochgras-Mahd fällt aber auch ohne Akku-Technologie positiv aus, so Fuchs. Denn das Hochgrasmähen selbst sei ein wichtiger Beitrag zum aktiven Umweltschutz. Und zwar dann, wenn das schwer zugängliche Gelände dank des Einsatzes der Profimäher weder zu oft noch zu selten gemäht werde.

Richtiges Mähen kann biologische Vielfalt unterstützen

Die Artenvielfalt nimmt ab und der Verlust der Biodiversität schreitet voran. Das richtige Maß am Mähen kann hier Einhalt gebieten. Werden schwer zugängliche Gelände gar nicht gemäht, drohen Verbuschung und Verwaldung von ehemals offenen Landschaften und damit eine Reduktion der Vielfalt von Flora und Fauna in Randbereichen.

Wird aber zu oft gemäht (etwa sehr frühe Mahd und mehr als fünf Mähzyklen im Jahr) und der Bewuchs damit auf Dauer kurz gehalten, droht ein ebenso dramatischer Artenschwund. Der goldene Mittelweg, also etwa eine ein- bis zweimalige Mahd pro Jahr, kann die biologische Vielfalt deutlich unterstützen. Und zwar in einem Maße, in dem die zugeführte Energie (Benzinmotoren) so gut wie keine negativen Auswirkungen mehr auf die Ökobilanz hat.