Grüne Branche

Prüfungsstress direkt am Grab

Die Ergebnisse waren laut Gerhard Lang, dem Vorsitzenden der Prüfungskommission, eher befriedigend. Ausreißer nach oben gab es nicht. Er zog dieses Fazit, nachdem 16 hessische Auszubildende der Fachsparte Friedhofsgärtner am 6. und 7. Juli auf dem Friedhof Hohe Leuchte in Marburg den praktischen Teil ihrer Abschlussprüfung absolviert hatten. Alle Kandidatinnen und Kandidaten mussten jeweils ein einstelliges Wahlgrab nach den Richtlinien des Bundes deutscher Friedhofsgärtner gestalten und bepflanzen. Bemerkenswert war das Interesse der Tagesmedien. So hat der Hessische Rundfunk sowohl einen Beitrag für die Fernsehnachrichten als auch einen Beitrag für den Hörfunk erstellt und gesendet.

Die angehenden Friedhofsgärtner mussten die Gestaltung der jeweiligen Grabstätte unter realistischen Bedingungen planen und kalkulieren. Die Grabsteine wurden vorher von ortsansässigen Steinmetzbetrieben aufgestellt, so dass die Auszubildenden ihre Bepflanzungen danach ausrichten konnten. Pflanzen, Substrat und Werkzeuge wurden von den jeweiligen Ausbildungsbetrieben der Prüflinge gestellt. Bei Auswahl der Pflanzen spielt unter anderem auch eine Rolle, ob die Grabstätte in der vollen Sonne oder im Schatten liegt. Benotet und bewertet wurden die Arbeiten von Vertretern des Hessischen Gärtnereiverbandes und der für die Ausbildung zuständigen staatlichen Stelle, also dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.

Die praktische Prüfung erstreckte sich diesmal über zwei Tage mit jeweils der Hälfte der Kandidaten. Die von den acht Prüflingen des zweiten Tages angelegten Grabstätten bleiben bis auf Weiteres als Schaugräber erhalten.