Grüne Branche

Raubmilben mit dem Blasgerät verteilen

Koppert Biological Systems (NL-2650 AD Berkel en Rodenrijs) hat das Blasgerät Airbug entwickelt, das im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten dazu verwendet werden kann, um Phytoseiulus persimilis und Amblyseius californicus problemlos beispielsweise in Topfpflanzen oder Schnittblumen zu verteilen. Das könnte zu einer Reduzierung des Arbeitsaufwandes um bis zu 75 Prozent führen. Laut Unternehmen töten gängige Systeme die Raubmilben, weil sie die natürlichen Feinde aus dem Stillstand heraus direkt einem sehr starken Luftstrom zuführen. Das neue System zeichne sich durch eine Zwei-Stufen-Wirkung aus. Erst werden die Raubmilben einem schwachen Luftstrom zugeführt. Erst anschließend und nachdem sie an Geschwindigkeit gewonnen haben, gelangen die Raubmilben in den Hauptluftstrom. Dadurch werden die Raubmilben nicht mehr beschädigt, erklärt Koppert. Ein weiterer Unterschied bestehe darin, dass Raubmilben auch bei maximaler Motorleistung in unmittelbarer Nähe und größerer Entfernung verteilt werden. So werde eine gleichmäßige Verteilung im Radius von bis zu sechs Metern garantiert. Pro Zylinderbehälter könnten 200 Verteilpunkte realisiert werden. Das Airbug-Blasgerät besteht aus Edelstahl und arbeitet in >Kombination mit einem herkömmlichen Laubblasgerät.