Grüne Branche

Raumbegrünung und Hydrokultur: sehr gute Umsätze in der ersten Jahreshälfte

Die Umsätze im Bereich Raumbegrünung und Hydrokultur waren bis zum Sommer sehr positiv, danach habe es einen leichten Einbruch gegeben, der bis jetzt anhalte. So seien etwa die Aufträge für neue Raumbegrünungen etwas zurückgegangen. Insgesamt könne das Jahr 2013 aber als positiv eingestuft werden.

Der FvRH-Vorstand in Grünberg (v. l.): Christian Engelke, Markus Gregg, Alexander Hildebrand, Wilhelm Höfer, Franz Hutzel, Roger Pfeiffer und Heinz Schaberger. Foto: FvRH

Dieses Fazit zog der Vorstand des Fachverbandes Raumbegrünung und Hydrokultur (FvRH) auf seiner Tagung Anfang Oktober in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg.

Deutlich unterschieden werden müsse laut FvRH-Vorstand zwischen den Bereichen Dienstleistung, Produktion und Großhandel. So habe sich bei den Produzenten nichts an der schlechten Absatz- und Preissituation geändert. Auch bei den Großhändlern gibt es dem FvRH-Vorstand zufolge Absatzprobleme, weil hier vor allem die Umsätze mit kleineren, in der Raumbegrünung aktiven Betrieben fehlen würden.

Gute Umsätze bis zum Sommer verzeichneten dagegen die Zulieferer. Der leichte Umsatzeinbruch danach sei jedoch nicht auf erhöhte Rohstoffpreise zurückzuführen, so der Vorstand.

Zufrieden blickte der Vorstand des FvRH auf die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit dem Grünen Medienhaus (GMH) zurück. Fünf Presseaussendungen wurden in den vergangenen Monaten an 1.500 Redaktionen im gesamten Bundesgebiet verschickt, wobei die Themenpalette von Hydrokultur bis zur Pflege im umbauten Raum reichte und das gesamte Leistungsspektrum der Raumbegrüner und Hydrokulturspezialisten umfasste.

Rund sieben Millionen Leser wurden mit den insgesamt 151 daraus resultierenden Veröffentlichungen bislang erreicht, so der FvRH-Vorstand. Zusätzlich konnten Interviews mit verschiedenen Tageszeitungen angeregt werden. Deshalb wurde bereits auf der Mitgliederversammlung im Juni die weitere Zusammenarbeit für das verbleibende Jahr 2013 und für 2014 beschlossen.

Enttäuscht äußerte sich der Vorstand zu dem Verbot der Wirkstoffe Clothianidin, Thiametoxam und Imidacloprid aus der Gruppe der Neonicotinoide (siehe TASPO 29/13) durch die Europäische Kommission. Gemeinsam mit dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) und dem Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) sowie mit einem Schreiben an die damalige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte sich der FvRH dafür eingesetzt, das Verbot für den Haus- und Kleingartenbereich auf europäischer Ebene mit Ausnahmeregelungen zu verknüpfen beziehungsweise es ganz aufzuheben. Bei einer Neubehandlung der besagten Verordnung fordern der FvRH und der BVE daher von der Politik Ausnahmeregelungen beziehungsweise die Aufhebung der Verbote auch für den Bereich Haus- und Kleingarten.

Weitere Themen der Vorstandssitzung waren die Zusammenarbeit mit der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL), die Überarbeitung der Internetauftritte des Fachverbandes, Forschung und Weiterbildung sowie die Messen und Veranstaltungen für das Jahr 2014. (ts)