Grüne Branche

Reduzierte N-Düngung ist klimafreundlicher

Reduzierte Stickstoffdüngung ist besser für das Klima als das Ausdehnen des Energiepflanzenanbaus, so lautet das Ergebnis einer Studie deutscher und dänischer Wissenschaftler des Potsdamer Leibniz-Instituts für Agrartechnik und der Aarhus University. 

Die Studie erschien im Fachblatt „Mitigation and adaptation strategies for global change“. Ihr Ergebnis: Auf der Basis der stickstoffinduzierten Emissionen ist ein intensiverer Ackerbau zum Bereitstellen von Flächen für Energiepflanzen nur dann gerechtfertigt, wenn die Bioenergieproduktion eine Treibhausgasvermeidung von neun bis 15 Tonnen CO2 pro Hektar bewirkt. Erreicht werde dies in Deutschland und Dänemark derzeit kaum.

Politische Maßnahmen zum Senken des Stickstoffdüngereinsatzes, wie in Dänemark, seien demnach effektiver als der Ausbau der Bioenergieproduktion. Die OECD und das dänische Landwirtschaftsministeriums haben die Studie gefördert. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des Potsdamer Leibniz-Instituts für Agrartechnik. (ts)