Grüne Branche

Region Nordrhein-Westfalen: Imagekampagne gestartet

Ausdrücklich bedauerte Carsten Nöll (Essen) noch einmal die Einstellung der bundesweiten Image-Kampagne mit dem Slogan „Es lebe der Friedhof“. Auf ihren Erfolg bauen jetzt die Friedhofsgärtner in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit einer entsprechenden landesweiten Produktkampagne weiter auf, um dem Negativ-Trend rund um das Friedhofswesen werbewirksam begegnen, die Dienstleistung hervorheben und damit Produktwerbung für die Dauergrabpflege machen zu können, so der Vorsitzende des Fachverbandes rheinischer Friedhofsgärtner bei deren Wintertagung in Kaarst. 

Wiedergewählt in den Vorstand (von links): Kai Stockrahm, Fritz Mölders, Hans Möhle, Carsten Nöll. Foto: Friedrich

Der GaLaBau befindet sich bereits im zwölften Jahr in einer erfolgreichen Imagekampagne für den Beruf und seine Leistungen. Die Friedhofsgärtner hätten nach nur drei Jahre die bundesweit erfolgreiche Image-Kampagne eingestellt. Das belege allerdings auch, „dass unser Gegner nicht die Öffentlichkeit ist, unsere größten Gegner sind wir selbst“, so Nöll. Die Friedhofsgärtner hätten bundesweit die gleichen Probleme. Gerade deswegen sollten sie auch bundesweit zusammenstehen. 

Nach den drei Jahren habe sowohl der Slogan „Es lebe der Friedhof“ als auch die Motive einen wertvollen Wiedererkennungseffekt in der Öffentlichkeit erzielt, der nun in der neuen Kampagne für Dauergrabpflege genutzt wird. In Produktwerbung kennen sich Friedhofsgärtner aus, denn sie habe die Dauergrabpflege stark gemacht, hier will NRW anknüpfen. Für die etwa 2.000 Friedhofsgärtnereien im Land werde zunächst für drei Jahre die Kampagne geführt.

Die letzte Anzeigenschaltung der alten Kampagne war im März 2012, nach den Sommerferien schloss dann nahtlos die NRW-Kampagne an. Entsprechende Textbausteine und auch das Logo der Dauergrabpflege wurden hinzugefügt. Martin Walser, Geschäftsführer der rheinischen Friedhofsgärtner, berichtete. Inzwischen ist die Internetseite www.es-lebe-der-friedhof-nrw.de erstellt. Sie verweist auf die Leistungen und die Einrichtungen für Dauergrabpflege und die Kontakte zu den Treuhandstellen und Genossenschaften. Außerdem ist eine Gärtnersuche möglich. Bereits im Herbst wurden Anzeigen in Lokalzeitschriften und bei Lesezirkeln geschaltet, Radiospots liefen, es gibt Plakate für CC-Karren, Regenschirme, Werbetaschen und Umhängetaschen. Wert lege man vor allem auf Fotos, Motive und Emotionen betonte er, weniger auf die wörtlichen Erklärungen.

Neu an der Kampagne ist, dass sich die Betriebe auch regional in den Werbemaßnahmen wiederfinden. fri