Grüne Branche

Regionales Produkt: Bornheimer Spargel jetzt EU-geschützt

Seit Anfang März ist der Bornheimer Spargel im EU-Register für regionale Spezialitäten eingetragen und gilt als geschützte geografische Angabe. Nur Spargel, der entsprechend der bei der EU eingetragenen Beschreibung in der Bornheimer Region linksrheinisch zwischen Wesseling und Bonn angebaut wurde, darf laut nordrhein-westfälischem Landwirtschaftsministerium künftig als Bornheimer Spargel verkauft werden.

Saison-Eröffnung 2013 (v. l.): Raphael Schmitz (2. Vorsitzender Bornheimer Spargel), Wolfgang Poschmann (Stellvertretender Bürgermeister, Brühl), die Brühl-Bornheimer Spargelkönigin Nicole I. und Wolfgang Henseler (Bürgermeister Bornheim). Foto: Bornheimer Spargel

Die Besonderheiten des Bornheimer Spargels liegen laut Schutzgemeinschaft Bornheimer Spargel im typischen, kräftigen und würzigen Geschmack. Bereits die Römer, so heißt es weiter, brachten den Spargel und das Wissen um seinen Anbau mit an den Rhein, wenngleich zur damaligen Zeit Spargel noch als „Luxusgut“ galt und allein der herrschaftlichen Küche vorbehalten blieb. Eine nennenswerte Verbreitung des Edelgemüses im Bornheimer Raum ging einher mit der allgemeinen Ausdehnung des Gemüseanbaues zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Die Schutzgemeinschaft Bornheimer Spargel wurde 2005 von zwölf Spargelbetrieben gegründet, um ein Schutzverfahren für ihren regionalen Spargel als traditionelles Agrarerzeugnis und regionaltypisches Lebensmittel einzuleiten.

Mit dem Schutz des Bornheimer Spargels hat Nordrhein-Westfalen nun elf bei der EU geschützte regionale Spezialitäten. Neben dem Bornheimer Spargel stehen laut Landwirtschaftsministerium die Stromberger Pflaume, Dortmunder Bier, Kölsch, Aachener Printen, Nieheimer Käse, Düsseldorfer Mostert, rheinisches Apfelkraut, rheinisches Rübenkraut, Walbecker Spargel sowie westfälischer Knochenschinken für ihre besondere Qualität aus einer Region unter EU-Schutz. (ts)

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des nordrhein-westfälischem Landwirtschaftsministeriums.