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Reichenau: Countdown für letzte Paprikaernte

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Die Reichenau-Gemüse eG bereitet sich auf die letzte Paprikaernte dieses Jahres vor. Mit der letzten Hochphase Anfang November endet am Bodensee die Saison für Gemüsepaprika. Der Gesamtertrag 2015 wird allerdings leicht hinter der Erntemenge des Vorjahres zurückbleiben, prophezeit die Genossenschaft. Grund ist – wie deutschlandweit auch bei vielen anderen Kulturen – der diesjährige Sommer.

Farbenvielfalt: Parika von der Reichenau. Foto: Reichenau-Gemüse

Späterer Kulturstart für Paprika auf der Reichenau

„Wir hatten aufgrund der Witterung einen etwas späteren Kulturstart“, so Johannes Bliestle, Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse eG. „Aufgrund des extrem heißen Sommers standen die Pflanzen etwas unter Stress. Daher wird der Ertrag in diesem Jahr etwas unter dem Vorjahr liegen. Mit der Qualität der Paprika waren wir aber dennoch sehr zufrieden“, so Bliestle weiter.

Die Anbaubedingungen für die letzte Paprikaernte des Jahres sind laut Bliestle momentan noch gut. „Bei einer Ganzjahresproduktion produzieren die Paprika in sogenannten Schwüngen und dies ungefähr sechs Mal im Jahr. Momentan befinden wir uns kurz vor der letzten Hochphase. Diese wird ihre Spitze in der ersten Novemberwoche erreicht haben.“

Rote Paprika bei Verbrauchern am beliebtesten

Auch mit dem Absatz der auf der Reichenau erzeugten Gemüsepaprika zeigt sich Bliestle zufrieden. „Die Nachfrage nach regionaler Paprika aus unserer Heimat ist gut. Paprika steht in Deutschland nach wie vor auf Platz fünf unter den Top 10 der beliebtesten Gemüseprodukte“, so Bliestle. Aufgrund der Farbe stünden jedoch einige Paprika bei den Verbrauchern höher im Kurs als andere. „Der beliebteste Paprika der Deutschen ist mit Abstand der rote“, so der Experte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen gelbe und orange Paprika. Schlusslicht ist der grüne Paprika, der dafür in Österreich und Ungarn sehr beliebt sei.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen werden Bliestle zufolge in Zukunft Snackpaprika. Entsprechend sei in den kommenden Jahren auf diesem Gebiet eine Erweiterung des Sortiments zu erwarten. „Auch der Spitzpaprika befindet sich zurzeit noch in der Nische, ist aber ein absolutes Trendprodukt“, so Bliestle. „Ähnlich wie bei den Tomaten, gibt es auch hier Sortenunterschiede, die Einfluss auf den Geschmack haben.“ Daher sollte der Verbraucher darauf achten, welche Sorte er kauft, so Bliestles Empfehlung.