Grüne Branche

Reichenau-Gemüse erweitert Paprika-Anlage

Aufgrund der guten Nachfrage nach heimischem Paprika planen die fünf Gärtnerfamilien der Reichenau-Gemüse eG in Beuren eine Erweiterung ihrer erst drei Jahre alten Paprika-Anlage. Größenordnung: 1,9 Hektar in nordöstliche Richtung. Baubeginn ist für März 2015 geplant, die Fertigstellung für Ende 2015. 

Anbaufläche der Reichenau-Gemüse eG in Beuren. Werkfoto

Der Bauausschuss der Stadt Singen stimmte am 21. Januar für das Bauvorhaben, berichtet die Reichenau Gemüse eG.

Reichenau-Gemüse: Paprika in vier Farben

In den vergangenen drei Jahren wurde in dem Projekt frischer regionaler Blockpaprika in vier Farben im Hegau angebaut und gemeinsam mit dem Partner Edeka erfolgreich vermarktet. Für diese moderne Art der Kooperation wurde die Reichenau-Gemüse eG im Jahr 2013 mit dem TASPO Award als „Lieferant des Jahres“ ausgezeichnet.

Und der Appetit nach heimischem Paprika reißt nicht ab, so der Geschäftsführer von Reichenau-Gemüse, Johannes Bliestle. Im Jahr 2014 wurde in der bestehenden Anlage erstmals ein Versuch mit rotem Spitzpaprika durchgeführt. Diese besonders süße Paprikasorte in länglicher Form wird den Angaben zufolge immer beliebter, und der Bedarf der Verbraucher konnte bei Weitem nicht gedeckt werden.

Reichenau-Gemüse will Paprikasortiment erweitern

Aus diesem Grund planten die Gärtner nun eine Erweiterung mit dem Ziel, das Paprikasortiment um Spitzpaprika und andere Paprikaspezialitäten auszudehnen. Hierzu gehört beispielsweise auch der Peperoni. Ab dem Jahr 2016 soll es diese Paprika-Sonderformen unter der Marke „Reichenauer Gärtnersiedlung“ regional und frisch aus dem Hegau in allen Edeka-Märkten geben.

Bei der neuen Gewächshauseinheit soll in Bezug auf Wärmeversorgung, Wasseraufbereitung und Wasserentnahme auf die bestehende Infrastruktur zurückgegriffen werden. Dies gelte auch für die Sozialräume und die Aufbereitung der neuen Paprikasorten, alles stehe bereits in der bestehenden Verpackungshalle zur Verfügung.

Neu hinzukommen soll hingegen noch ein weiteres Regenrückhaltebecken mit 3.000 Kubikmetern und entsprechenden Retensionsflächen am Becken. Auf eine Erhöhung der Wasserentnahme aus der Aach könne verzichtet werden. Bereits bei der bestehenden Gewächshausanlage sei die genehmigte Entnahmemenge nie ausgeschöpft worden.

Nicht neu seien die an der Erweiterung beteiligten Planungsfirmen. So übernehme die Planung und Bauleitung das Büro Klaus Niederberger aus Singen, die Entwässerung und Erdbewegungen das Ingenieurbüro Baur und die Eingriffskompensation das Umweltbüro 365° freiraum und umwelt aus Überlingen. (ts)