Grüne Branche

Reichenau-Gemüse mit mehr Umsatz

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Die Reichenau-Gemüse eG konnte ihren Umsatz 2015 gegenüber dem Vorjahr steigern – und das, obwohl die Menge des produzierten Gemüses um 4,5 Prozent gesunken ist. Die Gärtner der Gemüsegenossenschaft dürfen sich demnach über eine höhere Auszahlung als im Vorjahr freuen.

Bei Gurken setzen die Gärtner von der Reichenau auf ein Regionalkonzept. Foto: Reichenau-Gemüse eG

„Wir können auf der Insel Reichenau keine Masse produzieren, das lassen unsere Strukturen auf einer Bodenseeinsel nicht zu“, erklärte der Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse eG, Johannes Bliestle, auf der Generalversammlung der Reichenauer Gemüsegenossenschaft und der Raiffeisen-Lagerhaus eG auf der Insel Reichenau.

Reichenau-Gemüse setzt auf Bio und Spezialitäten

Stattdessen setzt die Vermarktungsorganisation auf Biogemüse und Spezialitäten, um im bundesweiten Wettbewerb bestehen zu können. Höherwertige Gemüseprodukte und intelligente Konzepte seien demzufolge gefragt, um das Überleben der kleinen Gemüsebaubetriebe zu sichern, so Bliestle.

So hätten die Gärtner etwa bei Tomaten auf besonders aromatische und besondere Sorten gesetzt. Bei Gurken wiederum versuchen die Reichenauer Gemüsegärtner den drastischen Mengenrückgang – minus 18 Prozent allein im vergangenen Jahr in Deutschland – mit einem Regionalkonzept aufzufangen.

Bliestle: Reichenau-Gemüse wird im Biobereich weiter wachsen

Weiteres Wachstumspotenzial sieht Bliestle im Bereich Biogemüse. Ein Viertel ihres gesamten Jahresumsatzes konnte die Gemüsegenossenschaft im vergangenen Jahr in diesem Bereich erwirtschaften. Im bundesweiten Vergleich platziert sich die Reichenau-Gemüse eG damit im Spitzenbereich der Anbaugebiete, so Bliestle.

Allerdings seien auf der Insel Reichenau insgesamt modernere Gewächshäuser dringend vonnöten. Zwar werde es Bliestle zufolge künftig nicht mehr Gewächshausfläche geben, viele kleine Gewächshäuser würden sogar verschwinden. „Was wir dann brauchen, sind moderne energieeffiziente Anlagen, um auch weiterhin frisches, gesundes Gemüse aus der Region für die Menschen erzeugen zu dürfen“, so Bliestle.