Rekordverdächtige Kürbisernte 2019

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2019 war die Kürbisernte rekordverdächtig. Foto: adege / Pixabay

Im Oktober findet man sie überall. Leuchtend orange kommt man an Kürbissen nicht zuletzt aufgrund von Halloween im Herbst nicht mehr vorbei. Kein Wunder also, dass die Ernte von Speisekürbissen kontinuierlich gestiegen ist. Verglichen mit 2009 liegt die Steigerung sogar bei fast 80 Prozent. 

Anbaufläche von Kürbissen rund 6.000 Fußballfelder groß

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 86.000 Tonnen Speisekürbisse geerntet, was einem regelrechten Boom gleichkommt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sei die Erntemenge damit seit 2009 um ganze 79 Prozent gestiegen. Waren es 2009 noch rund 48 000 Tonnen Speisekürbisse, fiel die Ernte 2017 mit 92.000 Tonnen am größten aus. Doch nicht nur die Ernte war im vergangenen Jahr rekordverdächtig, auch die Anbaufläche sei dementsprechend größer als zuvor gewesen. Angebaut wurden die Kürbisse in Deutschland 2019 auf einer Fläche von 4.200 Hektar. Geht man bei einem Fußballfeld von einer Größe von 68 Meter mal 105 Meter aus, entspricht die Anbaufläche von Kürbissen aktuell etwa der Größe von 6.000 Fußballfeldern. Die Anbaufläche hat sich damit in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: 2009 waren es noch rund 1.700 Hektar. Wie auch bei der Erntemenge wurde die bislang größte Anbaufläche von 4.500 Hektar im Jahr 2017 erzielt.

Anbaufläche in Schleswig-Holstein konstant

Wie die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holsteins bekannt gab, rechne man in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Ernte mit guten Qualitäten, genaue Zahlen erwarte man allerdings erst im Januar 2021. Im nördlichsten Bundesland werden Kürbisse beispielsweise auf einer Fläche von etwas über 70 Hektar angebaut, was seit einigen Jahren konstant auf gleichem Niveau bleibe. 2019 wurden hier 83 Betriebe gezählt, die vergangenes Jahr rund 1.300 Tonnen Kürbisse erntete. Rund ein Drittel der Betriebe produziert Kürbisse in ökologischer Anbauweise. Zum größten Teil wird der schleswig-Holsteinische Kürbis regional vermarktet.

Witterung im Sommer sorgte für gutes Wachstum

Die Aussaat 2020 erfolge im Juni bei optimalen Witterungsbedingungen. Das Wachstum der Pflanzen wurde allerdings im Juli von der kühlen und nassen Witterung zunächst etwas gebremst. Die die trockenen und heißen Temperaturen im August sorgten allerdings dafür, dass sich die Kürbisse gut entwickeln konnten. Die meisten der rund 800 verschiedenen Kürbissorten weltweit sind essbar.