Grüne Branche

„Rettet den Vorgarten!“

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) hat im Januar 2017 eine neue Initiative für mehr grüne Vorgärten gestartet, Titel: „Rettet den Vorgarten“.

Die Vorgartengestaltung beeinflusst die Lebensqualität einer Straße. Foto: BGL

Erstes Ziel sei, die Motive der Besitzer von kargen Kiesgärten zu verstehen und Argumente für eine gärtnerisch lebendige Flächennutzung zu sammeln. Der BGL will Gartenbesitzern überzeugende Argumente für lebendige Gärten mit Pflanzen an die Hand geben. BGL-Präsident August Forster: „Kiesgärten sind weit verbreitet, und doch gab es dazu bislang keine systematische Informationspolitik, geschweige denn eine daraus mit zuverlässigen Daten abgeleitete Strategie für den grünen Vorgarten. Wir haben deshalb aktuell eine repräsentative Marktforschung bei der GfK beauftragt und sind gespannt auf die Ergebnisse, die wir voraussichtlich im März 2017 auf dem Tisch haben werden.“

Ebenfalls wichtig ist dem BGL die Wirkung der Initiative innerhalb des Berufsstands. Die GaLaBau-Fachbetriebe sollen künftig Kundenwünschen nach Kies- und Schottergärten mit guten Gründen entgegentreten können. Denn der Vorgarten sei noch vor der Fassade der Teil des Hauses, der nach außen wirkt und Nachbarn und Passanten einen Eindruck von den Bewohnern gibt – das, was man früher die „Visitenkarte des Hauses“ nannte.

Der Vorgarten habe in Zeiten des Klimawandels aber noch mehr Aufgaben: Er sei Teil des öffentlichen Grünraums in der Straße und damit Spiel- und Naturerfahrungsraum für Kinder, Lebensraum für Tiere und Pflanzen und, technisch betrachtet, Versickerungsfläche für Regenwasser. An heißen Tagen sei die Verdunstung auf den vielen kleinen Gartenflächen wichtig für das Wohlbefinden der Menschen.
Im Januar 2017 wurde zudem die Facebook-Seite „Rettet den Vorgarten“ gestartet (facebook.com/Rettet.den.Vorgarten). Hier können sich GaLaBauer, Landschaftsarchitekten, Staudengärtner und Baumschuler austauschen. bgl/db

 

 

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