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Rewe darf Coop kaufen

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Das Bundeskartellamt hat Rewe die Erlaubnis erteilt, den Lebensmitteleinzelhändler Coop (Kiel) unter bestimmten Auflagen zu kaufen.

Die Rewe Group bleibt weiter auf Expansionskurs. Aktulles Ziel: die Filialen der Sky-Supermärkte, die dem Lebensmitteleinzelhändler Coop gehören. Foto: Rewe

Rewe kauft Coop: Bundeskartellamt stellt Auflagen

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Wir haben uns alle relevanten Regionen genau angesehen und bewertet, ob auch nach einer Übernahme für die Verbraucher vor Ort noch genügend Auswahlmöglichkeiten existieren würden. In acht regionalen Märkten sowie zwei Hamburger Stadtbezirken hätte die Übernahme der Coop Filialen durch Rewe zu einer Behinderung des Wettbewerbs geführt. Zur Beseitigung dieser Wettbewerbsprobleme haben Rewe und Coop bereits während des laufenden Verfahrens elf Filialen aus den betroffenen Regionalmärkten an die wettbewerblich unabhängige, mittelständische Bartels Langness-Gruppe verkauft.“

Wettbewerbsverzerrung vermeiden: Bundeskartellamt untersucht 45 Marktregionen

Insgesamt 45 regionale, überwiegend ländlich geprägte, Marktregionen untersuchte das Bundeskartellamt. Zusätzlich kamen sieben Stadtbezirke Hamburgs auf den Prüfstand. Coop betreibt in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg rund 200 Filialen unter der Marke Sky. 2015 erzielte die Coop einen Umsatz von 1,23 Milliarden Euro. Rewe ist der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Ihr Umsatz betrug im Jahr 2015 zirka 36 Milliarden Euro. Der Rewe-Konzern verfügt bundesweit über ca. 6000 Filialen. Rewe plant mind. 55 Prozent an der Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG i.G., Kiel zu erwerben, in die die Standorte der Coop eingebracht werden.