Grüne Branche

RFH: 100% Digital wird verschoben

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Bei Royal FloraHolland soll der gesamte Handel zukünftig digital ablaufen, dafür wurde das Programm „100% Digital“ ins Leben gerufen. Bis zum 31. März 2021 wollte man die digitale Transformation abgeschlossen haben. Das ambitionierte Ziel wurde kürzlich allerdings korrigiert und werde neu terminiert.

Die digitale Transformation kostet bei Royal FloraHolland mehr Zeit, als ursprünglich geplant. Foto: RFH

Implementierung erfordere Stufenplan

Zum Ende März dieses Jahres sollte die digitale Transformation bei der niederländischen Vermarktungsorganisation Royal FloraHolland (RFH) abgeschlossen werden. Ein ambitioniertes Ziel, welches laut eigener Aussage nun einen neuen Zeitplan benötige. Nachdem man Rücksprache mit Branchenteilnehmern gehalten habe, sei deutlich geworden, dass der ursprünglich anvisierte Termin am 31. März 2021 nicht zu realisieren sei. Es fehlen im System vom Floriday noch einige Funktionen, um den Handel komplett digital abwickeln zu können. Des Weiteren habe man durch die Befragung herausgefunden, dass die Plattform Floriday im Zuge der weiteren Digitalisierung breite Unterstützung erfahre.

Stufen- und Zeitplan wird erstellt

In den kommenden Wochen werden laut eigener Aussage zahlreiche Gespräche mit den entsprechenden Marktteilnehmern geführt werden, um das weitere Vorgehen bei 100% Digital genauestens abzustimmen. Dabei wolle man herausfinden, welche Funktionen für die Nutzer noch notwendig sind, um mit Floriday arbeiten zu können. Des Weiteren will man ergründen, welche Funktionen noch verbessert werden können. Im Anschluss soll auf der Basis dieser Gespräche ein detaillierter Stufenplan und ein neuer Zeitplan erstellt werden, um ausreichend Zeit zu schaffen, um alle Änderungen bei Floriday zu implementieren. Daraufhin sollen Gärtner, Käufer, Handelsvertreter und Softwarelieferanten bis spätestens Ende März 2021 umfassend über alles informiert werden.

„Anpassungen erfordern Sorgfalt, Gewöhnung und mehr Zeit“

„Wir wollen zuallererst unsere Wertschätzung für die Anstrengungen zum Ausdruck bringen, die jeder in den letzten Monaten geleistet hat. Wir nehmen außerdem die Hinweise aus dem Markt und von unserem Mitgliederrat sehr ernst. Wir sind uns bewusst, welche Auswirkungen die Veränderungen auf die Betriebsführung in den Gärtnereibetrieben und bei den Käufern haben. Diese Anpassungen erfordern Sorgfalt, Gewöhnung und mehr Zeit. Der Erfolg der Unternehmen unserer Kunden steht für uns im Mittelpunkt. Für sie ist es wichtig, dass sie den Handel weiter betreiben können, erst recht kurz vor der Spitzensaison“, erklärt David van Mechelen, CFO bei Royal FloraHolland. „Floriday wurde auf der Basis einer intensiven Kooperation mit Gärtner- und Käufergruppen entwickelt. Erst wenn man damit arbeitet, stellt man aber fest, was sich an der Arbeitsweise ändert und was noch fehlt. Digitalisierung ist mehr, als die heutige Arbeitsweise nachzubauen. Es ist ein komplexer Prozess, der von allen Parteien viel Aufmerksamkeit erfordert. Es verlangt eine andere Art des Arbeitens und Denkens. Wichtig ist, dass wir uns gegenseitig dabei helfen. Wir wollen daher jetzt Ruhe hineinbringen", so van Mechelen über die Beweggründe den Zeitplan bei der digitalen Transformation zu ändern.

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