Grüne Branche

RFH: geringerer Verlust als erwartet

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Der niederländische Blumen- und Pflanzenvermarkter Royal FloraHolland hat eine erste Einschätzung zum Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres abgegeben. Demnach falle der Verlust in 2020 viel geringer aus, als ursprünglich erwartet.

Entgegen der ursprünglichen Erwartungen fällt der Verlust bei Royal FloraHolland geringer aus. Foto: Royal FloraHolland

RFH schließt mit Minus von 5 bis 10 Millionen Euro ab

Im vergangenen Frühjahr machte die Vernichtung von Millionen unverkäuflicher Blumen und Pflanzen bei der niederländischen Vermarktungsorganisation Royal FloraHolland (RFH) Schlagzeilen. Zu diesem Zeitpunkt war die Rede von hohen Verlusten, die auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag beziffert worden waren. Fest steht, dass RFH das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust abschließen werde, der allerdings geringer ausfalle, als zunächst vom Unternehmen erwartet. Zwar sei die Prüfung der Zahlen für das vergangene Jahr noch nicht ganz abgeschlossen, dennoch gab die Organisation bereits bekannt, dass sich der Verlust zwischen fünf und zehn Millionen Euro bewegen werde. Das ergebe der aktuelle Stand der Auswertungen.

Geschäft in zweiter Jahreshälfte stabilisiert

Laut eigener Aussage konnte sich das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren, lag aber noch immer auf einem geringeren Niveau im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch sei die Preisbildung sehr günstig gewesen. Aufgrund dieser Entwicklungen kam RFH letztendlich auch nicht für eine staatliche Subvention zur Arbeitsplatzerhaltung (NOW-Regelung) und auch nicht für den Notfonds für die Zierpflanzenbranche, den die niederländische Regierung beschlossen hatte (TASPO Online berichtete), in Frage. Wie hoch der Verlust, der nach einer Satzungsänderung im Jahre 2015 nicht mehr auf die Mitglieder umgelegt, sondern zu Lasten der allgemeinen Rücklagen geht, genau ausfällt werde bekannt gegeben, sobald sämtliche Zahlen vorliegen.  

„Können mit dem Ergebnis leben“

„Angesichts der riesigen Mengen unverkäuflicher Blumen und Pflanzen im März letzten Jahres und des sich daraus ergebenden enormen Umsatzrückgangs können wir mit diesem Ergebnis leben. Die Menge der Anlieferungen, die letztes Jahr niedriger war, wirkt sich stark auf unsere Einnahmen aus. Dank diverser Faktoren konnte ein hoher zweistelliger Millionenverlust abgewendet werden. Zu diesen Faktoren zählen u. a. das Offenhalten der Grenzen für den Warentransport und das unternehmerische Handeln in unserer Branche. Auch der Notfonds hat für Ruhe und Kontinuität gesorgt und dazu beigetragen, dass die Gärtner weiter produzieren konnten. Der Markt hat sich dadurch schnell wieder erholt. Darüber hinaus konnte RFH innerhalb des Unternehmens erhebliche zusätzliche Kosteneinsparungen vornehmen, obwohl wir weiter in strategische Programme investiert haben“, erklärt David van Mechelen, CFO von Royal FloraHolland mit Blick auf das vorläufige Ergebnis. 

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