Grüne Branche

Rhodendron: Lachstöne und auch kräftiges Rot sind gefragt

Europas größte Rhododendronschau ist die alle vier Jahre stattfindende Rhodo in Westerstede. Sie verwandelte auch diesmal wieder die Westersteder Innenstadt rund um die St. Petri-Kirche in ein Blütenmeer und lockte, trotz Regen rund 90000 Besucher an. Dem Fachmann boten sich zahlreiche neue Sorten, vielfach hervorgehoben durch das zur Schau vergebene Oldenburg-Zertifikat.

Das Interesse der Baumschulen an dieser Auszeichnung war laut Gerd Rabben (Halstrup), Koordinator für die Schau beim Landesverband Weser-Ems im Bund deutscher Baumschulen und selbst Aussteller, diesmal besonders groß. Nach 75 Einreichungen im Jahr 2002 waren es nun 230. Die meisten Anmeldungen entfielen auf die Baumschule Ernst Stöckmann (Bad Zwischenahn) und mit 45 Anmeldungen auf Rabben selbst. Auch die Zahl der Baumschulen, die auf der Schau ihre Pflanzen präsentierten legte zu: von 74 zur Rhodo 2002 auf diesmal rund 90, von denen sich 18 das erste Mal beteiligten.

An den Reaktionen der zahlreichen Besucher lässt sich laut Rabben auch ablesen, welche Blütenfarben oder Sorten gerade besonders ankommen. So sind bei Rhododendron seiner Ansicht nach gerade Lachstöne wie bei den Sorten 'Brasilia' oder 'Marylou', aber auch ein kräftiges Rot wie bei der Sorte 'Rabatz' und bei Weiß eher einfache Farbvarianten gefragt. Deutlich zu spüren auch der Wunsch nach duftenden Sorten, wobei es sich dann überwiegend um die eher einfach und eher spät blühenden Rhododendron viscosum-Sorten handelt. Den Rhododendronabsatz in diesem Jahr bewertete Rabben positiv. Vor allem auch wegen den kalktoleranten Inkarho-Unterlagen, die den Export nach Russland und Skandinavien begünstigt hätten.