Grüne Branche

Roboter für den Gartenbau ausgezeichnet und gefördert

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Robotik für den Gartenbau boomt und wird immer gefragter. Ob Erntetechnik, Stecktechnik, Kulturpflege oder Pflanzenschutz – Angebot und Nachfrage wachsen ständig weiter. Dies spiegelt sich auch in einer Reihe von Auszeichnungen wider, welche die Entwickler grüner Robotik jüngst erhielten.

Der Etarob soll zur ökologischen Unkrautregulierung in Gemüsekulturen dienen und wird von der DBU gefördert. Foto: AI.Land

Freilandroboter zur ökologischen Unkrautregulierung

Insgesamt 125.000 Euro Fördermittel für die Dauer von zwei Jahren erhält AI.Land (Kempen) von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für die Entwicklung seines Freilandroboters Etarob. Dieser Feldroboter soll zur ökologischen Unkrautregulierung in Gemüsekulturen dienen. Sein Design soll durch ihn verursachte Bodenverdichtung reduzieren, was ihm erlauben soll, wetterunabhängig zeit-kritische Feldarbeiten durchführen zu können.

Start-up-Preis für automatisierte Erntestation

Der Start-up-Preis der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der mit 5.000 Euro dotiert ist, ging an das Konstanzer Robotik-Start-up Organifarms mit seiner automatisierten Erntestation für den Obst- und Gemüseanbau. Diese Erntestation ist für Indoor-/Vertical-Farming gedacht und soll diese durch eine Automatisierung des Ernteprozesses effizienter machen und die Produktionskosten deutlich senken. Noch ist die Erntestation nicht marktreif, mit Praxispartnern allerdings schon im Erdbeeranbau in der Erprobung.

KI-gesteuertes Produktionssystem zur Pflanzenvermehrung

Der mit 10.000 Euro dotierte Bremer Gründungspreis ging an Robotec PTC mit ihrem Robocut getauften, vollständig automatisierten, autonomen und KI-gesteuerten Produktionssystem zur Pflanzenvermehrung. Der Robocut schneidet per Laser präzise Pflanzenmaterial für Gewebekulturen. Die Vorteile der Lasertechnik gegenüber herkömmlichen Schnittmethoden sind vielfältig: Laser schneiden nur mit einem Viertel der Breite eines Skalpells und können die Pflanzen dabei nicht quetschen. Die Schnitte sind sauber und nicht, wie bei einem Skalpell, ausgefranst. Weiterhin muss ein Laserschnitt nicht gerade erfolgen – er kann sich den natürlichen Pflanzenlinien anpassen. Der Robocut soll acht bis zehn Mitarbeiter an Sterilbänken ersetzen können.

Bildungsministerium fördert Transferzentrum für Robotik

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Anfang August die Förderung des Projekts Transferzentrum Roboter im Alltag (RimA) mit 2,25 Millionen Euro bewilligt. Das RimA soll als Bindeglied zwischen Forschungszentren dienen und einen effizienten Austausch von Wissenschaft und Technik fördern. Hintergrund: Roboter halten immer mehr Einzug auch in den normalen Alltag – vom Saug- über den Wischroboter bis hin zu Rasenmäher-Robotern. Es wird davon ausgegangen, dass sie zukünftig auch vermehrt Aufgaben im öffentlichen Raum übernehmen werden. Dies möchte das BMBF fördern.

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