Grüne Branche

Roden mit spezieller Technik

Nachschau: Fachmesse Baumschultechnik 2012
Das Angebot an Rodemaschinen ist sehr groß und immer besser an die unterschiedlichen Einsatzbereiche angepasst. Nachfolgend stellen wir einige Beispiele vor, gesehen auf der diesjährigen Fachmesse Baumschultechnik*.

Borobos heißt der Klemmbandroder von Lauwers aus dem belgischen Staden (www.lauwers.eu). Mit ihm lassen sich Sträucher und Koniferen von 30 bis 180 Zentimeter ernten. Das spezielle Rüttelwerk befreit die Wurzeln von der Erde, ohne diese zu verletzen. Im Zweimann-Betrieb sind sämtliche Rodearbeiten zu erledigen. Möglich ist das bei Reihenabstände ab 25 Zentimeter. Je nachdem, wo die Paletten-Abstellmöglichkeit angeordnet ist, hat der Borobos die Typ-Bezeichnung AL oder ALC (links) oder ZL beziehungsweise ZLX (hinten). Mit dem Borobos lassen sich die Gehölze sowohl zeitsparend als auch Mitarbeiter-schonend roden.

Dreifach schütteln lautet die Devise
Am Stand von Dröppelmann (www.droeppelmann.de) leuchtete es Rot. Etliche Rodegeräte in der typischen Elco-Farbe waren dort zu begutachten. In der schweren Ausführung war der Seitenrüttelroder ausgestellt, wegen Weiterentwicklungen im Detail sei er nicht mehr zu vergleichen mit dem Vorgängermodell, hieß es am Stand. Interesse bei den Besuchern weckte der Beetrüttelpflug RB135 Vibro3. Dreifach Schütteln lautet beim Vibro3 das Prinzip, denn er hat bewegliche Messer von 135 Zentimeter Länge mit Hebezinken sowie zwei bewegliche Rüttelroste, um die Pflanzen möglichst wurzel-erhaltend aus der Erde zu holen.

Drei Klemmbandroder stellte Niels Fogh von Egedal (www.egedal.dk) heraus. Zunächst der Reihenvollernter Typ NG für besonders kleine Sämlinge aus dem Forstbereich sowie kleine Nordmanntanne (2/1er). Das Klemmband hat weichere Noppen und ist mit sechs Zentimetern besonders schmal, damit möglichst wenig von den Sämlingen zwischen die Bänder gelangt und so die Knospen geschont werden.
Für sehr viele verschiedene Forstpflanzenkulturen eignet sich der Reihenvollernter Typ Liftmaster von Egedal mit angebauter Bindevorrichtung. Das leistungsfähige Rüttelwerk wurde etwas weiter nach vorn zum Aushebeschar verlegt, so dass die Pflanzen jetzt noch besser ausgeschüttelt werden. In Dänemark laufen von diesem Typ schon drei Maschinen. Beim Reihenvollernter Typ Ro, der für größere Pflanzen bis 2,50 Meter (Laub und Nadel, Heckenpflanzen bis zu Rosen und Ostbäumen) konzipiert ist, wurde für eine noch schonendere Förderung und Reinigung der Gehölze das Rüttelwerk verbessert.

Beetroder mit Pflanzenaufnehmer
Schon länger auf dem Markt ist die Kombination von Beetrodern mit nachlaufenden Pflanzenaufnehmer, bei Schrauwen beispielsweise seit 1989 (www.handelsondernemingschrauwen.com). Aber damals, so hieß es am Stand von Schrauwen, sei „die Zeit einfach noch nicht reif für solche Entwicklungen gewesen“. Inzwischen sei diese Maschinenkombination für das Roden gut bewurzelter Gehölze aber gut angenommen. So hatte das Handelsunternehmen einen Beetroder Typ PL-eco 3 mit nach Ellerhoop gebracht, die über ein bewegliches Messer und drei Rüttler verfügt. Kombiniert war der Beetroder mit dem Pick-up 1.400. An der Rückseite wird er sinnvoll ergänzt durch einen Palettenlift. In der Halle können die gerodeten Pflanzen dann sortiert werden.

*Der zur Baumschultechnik 2012 herausgebrachte Katalog bietet einen guten Leitfaden für eine eigene Recherche nach bestimmten Maschinen und Geräten. Weitere Infos unter www.baumschultechnik.de.

Die ganze Beschreibung, sowie weitere Modelle finden Sie in der Ausgabe 11/ 2012 Deutsche Baumschule.