Grüne Branche

Rosenproduktion: aktueller Versuch zur Luftfeuchte bei Rosen

Wie wirkt sich die Luftfeuchte auf Klima, Ertrag und Pflanzengesundheit bei Schnittrosen aus? Einen Langzeitversuch bis 2015 führt das Gartenbauzentrum Straelen durch. Peter Tiede-Arlt von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen stellte ihn beim Straelener Schnittblumentag 2012 vor.

Die Schnittrosen stehen in Kokosmatten. Fotos: Gabriele Friedrich

Es wird geprüft, welchen Einfluss der Einsatz einer Fog- oder einer Sprühanlage zum Erhöhen der relativen Luftfeuchte und zur Kühlung auf die Kultur hat. Bewertet werden sollen die Effekte auf Ertrag, Wachstum, Pflanzengesundheit, Nützlingsentwicklung, Schaderregeraufkommen und Krankheitsentwicklung. Dazu stehen Schnittrosen der Sorte ‘Prestige’ in Kokossubstrat in drei Häusern:

  • mit Befeuchtung der Pflanzen mit Pralldüsen und abschließendem Abtrocknen an Tagen mit Außentemperaturen über 25 Grad
  • Befeuchtung über eine Fog-Anlage auf Sollwert 80 Prozent relative Luftfeuchte
  • Haus ohne Befeuchtung.

Vorversuche ließen bisher keinen deutlichen Trend im Ertrag oder Qualitätsunterschiede durch die Luftfeuchte erkennen. Ein Kühleffekt durch die Nebelanlage war deutlich erkennbar, sie erhöht die relative Luftfeuchtigkeit auch bei extremer Witterung. Der Effekt durch die Pralldüsen war nur kurzzeitig, Kalkablagerungen auf den Blättern wirkten sich negativ aus. Ein geringerer Druck mit Spinnmilben im Gewächshaus mit Nebelanlage war nur tendenziell zu erkennen, jedoch ist noch keine eindeutige Aussage möglich. Kein Einfluss war auf die Blattlauspopulationen nachweisbar, so die bisherigen Ergebnisse des Gartenbauzentrum Straelen. (fri)