Grüne Branche

Rosenzüchtung: Wildrosen als Resistenzquellen gegen Schaderreger

Rost (Phragmidium mucronatum), Falscher Mehltau (Peronospora sparsa), Echter Mehltau (Podosphaera pannosa) und Sternrußtau (Diplocarpon rosae) sind die wichtigsten Pilzkrankheiten an Kulturrosen. Sowohl im Ziergarten als auch in der Schnittrosenproduktion werden nach wie vor große Mengen an Fungiziden eingesetzt, um diese Krankheiten einzudämmen. Im Rahmen des EU-Projektes "Generose" (Genetic Evaluation of European Rose Resources for Conservation and Horticultural Use) wurden an der Universität Hannover und bei den beteiligten Projektpartnern Wildrosen hinsichtlich ihres Resistenzpotenzials untersucht. Dr. Marcus Linde berichtete beim Pflanzenzüchterisch-Genetischen Kolloquium der Universitäten Göttingen und Hannover, dass unter den in Europa heimischen Wildrosenarten Rosa arvensis, R. majalis und R. pendulina einzelne resistente Genotypen gefunden wurden. Beim Falschen Mehltau beispielsweise wurden 96 Wildrosenarten untersucht, davon erwiesen sich zehn Prozent als resistent und 65 Prozent als gering anfällig. Darunter waren auch zwei vielversprechende tetraploide R. pendulina-Herkünfte aus Deutschland. Weitere Informationen: www.generose.org.