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Rotbuche zum Baum des Jahres 2022 ernannt

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Die Rotbuche (Fagus sylvatica) wurde von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum Baum des Jahres 2022 erklärt. Damit wurde der Titel erstmalig seit der ersten Verleihung 1989 ein zweites Mal an eine Art verliehen, bereits 1990 trug die Rotbuche den Titel Baum des Jahres.

Die Experten der Baum des Jahres - Silvius Wodarz Stiftung erklärten erstmals eine Art ein zweites Mal zum Baum des Jahres. Foto: Claudia Schulze/ Dr. Silvius Wodarz Stiftung

Baum des Jahres 1990 und 2022

Die Rotbuche, die ihren Namen ihrem rötlichen Holz verdankt und nicht etwa auf die Farbe ihrer Blätter schließen lässt, sei laut Mitteilung der Dr. Silvius Wodarz Stiftung ein besonders wichtiger Waldbaum in Zeiten klimatischer Veränderungen und Extremwetterereignisse. Deshalb haben sich die Experten der Stiftung auch dazu entschlossen, zum ersten Mal einer Art den Titel Baum des Jahres ein weiteres Mal zu verleihen. Nach 1990 ist die Rotbuche damit 2022 zum zweiten Mal Baum des Jahres und folgt auf die Stechpalme. Die Rotbuche wird im Schnitt rund 45 Meter hoch und ist der häufigste Laubbaum im heimischen Wald.

Rotbuche kann mit Klimawandel umgehen

„Die letzten Jahre haben allen Wald-, Stadt- und Parkbäumen stark zugesetzt. Auch der Zustand der Altbuchen ist kritisch“, erklärt Stefan Meier, Präsident der Baum des Jahres Stiftung. Die Rotbuche könne zwar im Schatten großer Waldbäume lange Zeit ausharren, doch auch sie hat in den vergangenen Trockenperioden gelitten. „Dass sogar Buchen so unter den letzten Jahren der Trockenheit und Schäden gelitten haben, schockiert mich als Förster“ sagt Meier. 

Fröhlich ein weiteres Jahr Baumkönig

Es sei aber nicht auch daraus zu folgern, dass auch die Jungbäume es nicht packen werden, macht Professor für Forstbotanik Andreas Roloff Hoffnung. Ersten Untersuchungen an Jungwüchsen zufolge haben gezeigt, dass die Buche durchaus fähig ist mit Klimaveränderungen umzugehen. Aus der Buche lassen sich vielfältige Alltagsgegenstände, wie etwa Eisstiele herstellen und auch zur Brennholzgewinnung eignet sich der Baum. „Die ‚Mutter des Waldes’, wie die Buche im Volksmund auch genannt wird, ist aber mehr als ein Problemfall oder eine Baumart unter vielen im heimischen Wald“, sagt Nikolaus Fröhlich, der ein weiteres Jahr zum Baumkönig ernannt wurde. Die Buche sei laut Fröhlich eine Laubbaumart mit unzähligen Facetten. „Ich freue mich darauf, im kommenden Jahr so viele wie möglich davon zu entdecken und zu beleuchten“, so der alte und neue Baumkönig.

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