Grüne Branche

Royal FloraHolland setzt sich Ziele für mehr Nachhaltigkeit

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Royal FloraHolland hat für das laufende Jahr konkrete Ziele für mehr Nachhaltigkeit festgelegt. Zwingende Zertifizierung, mietkostenfreie Floratino, Nutzung von Solarpanelen und Erdwärme sind einige Schlagwörter. Die Versteigerung will damit die Wettbewerbsposition und ihre Alleinstellungsmerkmale stärken, den Marktplatz und die gesamte Branche zukunftssicher machen.

Nachhaltigkeit ist nach Angaben von Royal FloraHolland einer der strategischen Schwerpunkte des Unternehmens. Foto: Royal FloraHolland

Vier große Ziele sollen laut Royal FloraHolland in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und anderen Partnern in der Handelskette in diesem Jahr konkret verfolgt werden:

1. Zuverlässiger Marktplatz für zertifizierte Blumen und Pflanzen

Royal FloraHolland möchte auf ihrem Marktplatz transparent machen, wie die von ihr angebotenen Waren produziert wurden. Dazu sei es erforderlich, dass alle Produzenten, Mitglieder und Nicht-Mitglieder, die den Marktplatz mit Blumen und Pflanzen beliefern, eine Umweltregistrierung und -zertifizierung nachweisen können. Diese Verpflichtung will die Versteigerung schrittweise einführen.

Der erste Schritt ist eine digitale Umweltregistrierung bis spätestens 31. Dezember 2020 für alle Gärtner, die den Marktplatz beliefern. Danach wird zum 31. Dezember 2021 der Nachweis eines marktgängigen Umweltzertifikats vorgeschrieben. Nicht alle sind mit diesen Plänen einverstanden. Mehrere Dutzend Gegner – kleinere und größere Produzenten, Schnittblumen- und Topfpflanzen-Anbauer – haben sich laut Vakblad voor de Bloemisterij in einer Facebook-Gruppe formiert.

2. Reduzieren von Kunststoffabfällen und Schaffen von Rohstoffkreisläufen

Gemeinsam mit den Gärtnern, Käufern und anderen Partnern in der Handelskette will Royal FloraHolland die Kunststoffabfälle reduzieren. Schon jetzt sind alle Einweg- und Mehrwegverpackungen zu 100 Prozent recycelbar, so der Vermarkter. Mit der Unterzeichnung des „Plastic Pact“ im vergangenen Jahr wurden weiterreichende Ziele gesetzt. Eines der Ziele besteht darin, die einmalige Verwendung von Kunststoffverpackungen für Transporte und die Produkte auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Um den Wechsel von Einweg- zu Mehrweg-Pflanzentrays zu erleichtern, zahlen die Lieferanten 2020 für die Pflanzentray-Serie Floratino per Saldo keine Miete mehr. Die Miete, die dem Lieferanten bei der Ausgabe in Rechnung gestellt wird, zahlt der Vermarkter bei einer Transaktion über Royal FloraHolland zurück. Für den Käufer ändert sich nichts. Durch diese Änderung sollen die Kosten für die Handelskette bei Verwendung von Floratino halbiert werden.

Der Kreislaufgedanke betrifft der Versteigerung zufolge nicht nur Kunststoffe, sondern unter anderem auch die Wiederverwendung von anderen Materialien aus den Abfallströmen, wie Pappe und Karton.

3. Kohlendioxid-neutraler Energieverbrauch bis 2025

Seit Beginn dieses Jahres will Royal FloraHolland nur noch nachhaltig erzeugten Strom einkaufen. Zudem will man in Eelde mit der ersten groß angelegten Montage von Solarpaneelen auf den Dächern der Firmengebäude starten. Rijnsburg, Aalsmeer und Naaldwijk sollen folgen. Der Vermarkter beteiligt sich an der zweiten Erdwärmequelle von Trias Westland und will Erdwärme abnehmen, die künftig aus 2,3 Kilometern Tiefe aus der Erde gepumpt wird. Erwartungsgemäß wird die Erdwärmequelle in der zweiten Jahreshälfte 2020 ihren operativen Betrieb aufnehmen.

4. Programm „Die Grüne Agenda“ zum Nutzen von Grünpflanzen

2020 will Royal FloraHolland nach eigenen Angaben die Durchführung des Programms „Die Grüne Agenda“ fortsetzen. Im Rahmen dieses Programms sammelt die Versteigerung Fakten, konkretisiert diese und macht das gesammelte Wissen über die Funktion von Grünpflanzen innerhalb und in der Umgebung von Gebäuden zunutze. Denn Pflanzen sorgen für eine gesunde Umwelt, bieten darüber hinaus Lösungen für die Probleme des Klimawandels, so der Vermarkter. Sie sind eine Grundbedingung für ein gesundes Leben, heute und in Zukunft und haben einen positiven Einfluss auf das Wohn- und Arbeitsklima sowie auf die Lebensqualität.