Grüne Branche

Rucola und Feldsalat mit Nitrat belastet

, erstellt von

Rucola ist überwiegend stark mit Nitrat belastet, Feldsalat zum Teil und Chicorée kaum: Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die für ihre April-Ausgabe 28 nicht küchenfertige Salate aus dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) unter die Lupe genommen hat.

Feldsalat aus dem Gewächshaus lag in puncto Nitratgehalt im aktuellen Test im Mittelfeld. Foto: Stiftung Warentest

Chicorée schneidet im Nitrat-Test am besten ab

„Gewinner“ der aktuellen Untersuchung ist Chicorée, den die Warentester aufgrund seiner geringen Nitratbelastung zum „Gemüse erster Wahl“ im Winter gekrönt haben. Untersucht wurden zehn Produkte aus Discount, Supermarkt und Biohandel. Die besten Werte erzielten die beiden Bioprodukte, aber auch die übrigen acht Testobjekte erhielten das Urteil „gut“.

Auf Platz zwei der Analyse von Stiftung Warentest haben es die Feldsalate geschafft. Von den neun untersuchten Produkten stuften die Prüfer die Mehrheit aufgrund ihrer Nitratbelastung als „befriedigend“ ein, lediglich ein Bioprodukt konnte positiv überzeugen und sich deutlich von den anderen Feldsalaten abheben.

Acht von neun getesteten Rucola deutlich mit Nitrat belastet

Klarer Verlierer in puncto Nitrat, das sich unter anderem durch falsche Lagerung in Nitrit und in der Folge im Körper in krebserregende Nitrosamine umwandeln kann, ist Rucola. Acht von neun Produkten im Test waren deutlich belastet und erhielten deshalb nur die Note „ausreichend“, ein Salat bekam gerade noch ein „befriedigend“ von den Prüfern.

Bei der Bewertung des Nitratgehalts orientierte sich die Stiftung Warentest am gesetzlich festgelegten Höchstgehalt, der für unter Glas oder Folie angebaute und im Winter geerntete Gartensalate bei 5.000 Milligramm pro Kilogramm liegt. Lag der Nitratgehalt 50 Prozent über diesem Wert, gab es die Note „ausreichend“.

Freilandsalat enthält weniger Nitrat als im Gewächshaus produzierter

Die Tester empfehlen daher, von Natur aus nitratreiche Salate wie Rucola bevorzugt während der Saison von Mai bis Oktober zu essen. Dann stamme zumindest deutscher Rucola aus dem Freiland und enthalte weniger Nitrat als der im Gewächshaus produzierte.

Daneben prüfte die Stiftung Warentest die Salate auf weitere Schadstoffe wie Pestizide, Perchlorat und Chlorat. Auch hier konnten vor allem die getesteten Chicorée überzeugen, die „besonders sauber“ waren. Ebenfalls keine Sorgen machen müssen sich Verbraucher bei den anderen beiden Salaten – lediglich einer der getesteten Rucola wies deutliche Mengen Perchlorat auf, allerdings noch unterhalb des EU-Referenzwerts.