Grüne Branche

Ruheforst in Bad Schwartau/Ratekau

Die Stadt Bad Schwartau plant einen Ruheforst einzurichten. Die Entscheidung steht noch aus. Auf die Frage, ob der Ruheforst ein ergänzendes Angebot oder Konkurrenz für den örtlichen Rensefelder Friedhof ist, gibt es keine eindeutige Antwort.

Friedhof in Rensefeld: Noch ist die Frage offen, ob ein konkurrierender Urnenwald kommen soll. Fotos: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rensefeld

Zwar sprach sich die kürzlich einberufene Expertenrunde in der Rensefelder Kirche gegen einen weiteren Urnenwald aus. Dennoch lautete das Fazit des Abends: „Es gibt weiter dringenden Klärungsbedarf, der politisch bearbeitet werden muss!“

„Die politischen Entscheidungsträger unserer Stadt und der hiesige Kirchengemeinderat haben wichtige Beschlüsse zu fassen, die langfristige Auswirkungen haben werden“, sagte Pastor Matthias Kiehn auf der Diskussion in Rensefeld, deren Ziel es war zu informieren. „Offenbar hathier vor Ort bisher nur das Unternehmen Ruheforst mit den Entscheidungsträgern kommuniziert“,vermutete der Hamburger Landschaftsplaner Andreas Morgenroth, der als Experte neben Andreas Mäsing, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur und dem Lübecker Baumexperten Heinrich Paulsen eingeladen war. Dies sei misslich, denn das Unternehmen sei nun mal interessens- gesteuert,eine umfassende Informationkönne nicht erwartet werden. Morgenroth befürchtete, dass der Ruheforst in wirtschaftlicher Hinsicht den Friedhof gefährde, was einen Verlust an Trauerkultur nach sich ziehen könne. Hier sei ein Franchise-Unternehmen mit einer Geschäftsidee angetreten, die unmittelbar in eine tradierte Kultur hineinwirke. Lesen Sie mehr in der November-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 10.

Cookie-Popup anzeigen