Grüne Branche

Ruhegemeinschaften nach Berliner Modell

Seit einigen Jahren bieten die Friedhofsgärtner in Deutschland sogenannte Ruhegemeinschaften als Alternative zur anonymen Beisetzung an. Hierzu wies die Dauergrabpflegegesellllschaft Friedhof Treuhand Berlin (FTB) jetzt auf ein "Berliner Modell" hin. Bei den Ruhegemeinschaften kann die Urnenbeisetzung des geliebten Menschen gemeinsam mit anderen erfolgen. Eingebettet in fertig gestalteten bepflanzten Grabstätten, sind die Verstorbenen durch die Beschriftung des Grabmals erkennbar. Beim "Berliner Modell" sind alle im Zeitraum von 20 Jahren anfallenden Kosten für Gestaltung und Betreuung mit einer festen Summe - 895 Euro - pauschal abgegolten. So wird auch jenen Betroffenen und Hinterbliebenen ein würdiges Andenken ermöglicht, denen die Zeit fehlt oder die das Geld zur Pflege einer traditionellen Grabstätte nicht aufbringen können. Motto: Es muss keine Beisetzung auf der grünen Wiese sein! Zum "Tag des Friedhofs" am 16. September gab die Friedhof Treuhand Berlin bekannt, dass das Verfahren seit diesem Jahr erstmals auch auf folgenden Berliner Friedhöfen möglich ist:

- Bergstraße (Steglitz),

- Berliner Straße (Wilmersdorf),

- Eythstraße (Schöneberg),

- Heidefriedhof (Mariendorf),

- Onkel-Tom-Straße und Potsdamer Chaussee (Zehlendorf) ,

- Thuner Platz (Lichterfelde).

Zum Tag des Friedhofs wurden auf dem Friedhof Pankow III (Am Bürgerpark 24, Berlin) neben besonderen Feierlichkeiten auch die Ruhegemeinschaften vorgestellt.