Grüne Branche

Russischer Importstopp: EU erhöht Hilfen für Obst- und Gemüseerzeuger

Die Europäische Kommission stockt die Hilfen für die vom russischen Handelsembargo betroffenen Obst- und Gemüseerzeuger aus der EU auf. EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolo bestätigte das Programm am 30. September.

Das neue Programm mit Sondermaßnahmen zur Marktstützung für verderbliches Obst und Gemüse wurde verabschiedet. Foto: Fotolia

Am 29. September wurde das neue Programm mit Sondermaßnahmen zur Marktstützung für verderbliches Obst und Gemüse verabschiedet. Im Rahmen dieser neuen Regelung mit einem Wert von bis zu 165 Millionen Euro wird die Rücknahme von Überschüssen vom Markt unterstützt.

Dieses Paket ergänzt das mit bis zu 125 Millionen Euro ausgestattete Programm für Obst und Gemüse. Es wurde am 18. August bekanntgegeben, jedoch am 10. September ausgesetzt. Denn aus vorläufigen Anträgen war hervor gegangen, dass bereits für die gesamten bereitgestellten Mittel Anträge vorlagen.

Zielgerechteres Wirken durch Neuregelung
Um zielgerichteter wirken zu können, enthält die neue Regelung einen Anhang mit den beihilfefähigen Mengen in den einzelnen Mitgliedstaaten unter Angabe konkreter Zahlen für jede Erzeugnisgruppe. Diese Mengen beruhen auf den im gleichen Zeitraum der letzten drei Jahre ausgeführten Mengen. Bereits im Rahmen des ersten 125-Millionen-Euro-Pakets beantragte Mengen wurden abgezogen. Der neue Plan erstreckt sich erstmals auch auf Orangen, Mandarinen und Clementinen.

EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolo bestätigte dieses Programm heute und erklärte: „Ich freue mich, dass es der Kommission gelungen ist, weitere 165 Millionen Euro bereitzustellen, um dazu beizutragen, den infolge des russischen Einfuhrverbots entstandenen Preisdruck für Obst- und Gemüseerzeuger zu verringern. Dieses Programm ist zielgerichteter als die ursprüngliche Regelung.“ (ts)