Grüne Branche

Russischer Importstopp für Agrarprodukte

ZVG-Präsident mit Bundeslandwirtschaftsminister im Gespräch
In einem Spitzengespräch am 27. August erörterten Vertreter der grünen Verbände mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und weiteren Vertretern des BMEL die Auswirkungen des Russland-Embargos auf die Marktströme von Obst und Gemüse.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz mit Bundesminister Christian Schmidt über die Auswirkungen und Maßnahmen zum Russland-Embargo. Foto: BMEL

Dabei betonte ZVG-Präsident Jürgen Mertz, dass vermutlich die direkten Auswirkungen zwar vergleichsweise gering ausfallen werden. Jedoch steht zu befürchten, dass Waren aus dem innereuropäischen Ausland, die bislang nach Russland geliefert wurden, nun auf den deutschen Markt drängen und einen drastischen Preisdruck erzeugen werden. Man war sich daher einig, dass den Markteffekten der politisch bedingten Krise nur gemeinsam durch Politik und Wirtschaft beizukommen sei. Eine europaweite Marktentlastung ist dazu ein erster Schritt. In diesem Rahmen sollte ein Ziel auch die Erschließung neuer Märkte sein.

Neben der Auslotung neuer Absatzmärkte sollten aktive Kampagnen zur umfassenden Information des Verbrauchers zu deutschem Obst und Gemüse und ihren Vorzügen den Absatz fördern. So könnte eine zusätzliche breite Medienkampagne in Funk und Fernsehen den Kunden Lust auf mehr Obst und Gemüse aus Deutschland machen. Bundesminister Schmidt appellierte in einem anschließenden Statement an den Lebensmitteleinzelhandel und die Verbraucher, beim Angebot und dem Einkauf verstärkt auf heimisches Obst und Gemüse zu achten.

Quelle ZVG