Grüne Branche

Russland verhängt Importverbot für Holland-Ware

Am 28. Juni verhängte Russland ein Importverbot für Topfpflanzen und Schnittblumen aus den Niederlanden. Das meldete die „tageszeitung“ (taz) und stützte sich dabei auf eine Nachricht von dpa. Mit dieser Maßnahme wolle man die Ausbreitung von Thripsen in Russland verhindern, zitiert das Blatt Sergej Dankwert, den Leiter der russischen Veterinäraufsichtsbehörde. In der Vorwoche hatte eine niederländische Firma Topfpflanzen nach Russland geliefert, die mit Thrips (Franklinella occidentalis) befallen waren. Laut Dankwert gilt das Einfuhrverbot so lange, bis die niederländischen Behörden entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben, berichtet die taz. Nach Meldungen der Hoofdbedrijfschap Agrarische Groothandel (HBAG) finden am 13. und 14. Juli in Moskau Gespräche zwischen Dankwert und einer niederländischen Delegation statt. Der russische Blumenmarkt wird laut dpa mit etwa 825 Millionen Euro jährlich beziffert. Durch den Einfuhrstopp entstand dem niederländischen Blumenhandel laut HBAG bisher ein Schaden von etwa drei Millionen Euro. Jürgen Riebel, Geschäftsführer der Florimex Germany (Kelsterbach), hat bislang noch keine Auswirkungen auf den deutschen Markt in punkto Preisverfall oder erhöhtes Angebot ausmachen können, wie er der TASPO auf Anfrage versicherte.