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Sabbatical: Auszeit als Motivationsschub für den Job

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Flexible Arbeitszeitmodelle stehen bei Arbeitnehmern hoch im Kurs. Neben Teil- und Gleitzeit, Homeoffice oder Job-Sharing gehört auch das sogenannte Sabbatical oder Sabbatjahr zu den möglichen Varianten. Von solch einer längeren Auszeit vom Job können auch Gärtner profitieren und wertvolle neue Erfahrungen sammeln.

Eine längere Auszeit vom Job kann zum Beispiel für einen Auslandsaufenthalt genutzt werden. Gärtner können dabei unter anderem die jeweils landestypische Gartenkultur und Pflanzenvielfalt kennenlernen und ihre berufliche Qualifikation stärken. Foto: GMH

Bezahlte Auszeit für Weiterbildung, Motivationssteigerung und Co.

Bei einem Sabbatical stellt der Arbeitgeber seine Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit von der Arbeit frei – in der Regel zwischen drei Monaten und einem Jahr. Diese Auszeit kann für unterschiedliche Zwecke genutzt werden, beispielsweise für eine Weiterbildungsmaßnahme oder Umschulung, private Projekte, aber auch zur Steigerung von Motivation und Kreativität. Entlohnt werden Arbeitnehmer auch während eines Sabbaticals – das Gehalt wird in der Regel dadurch verdient, dass eine bestimmte Anzahl von Stunden vorgearbeitet wird. Diese angesparte Arbeitszeit kann dann in eine Auszeit investiert werden, wobei je nach Modell im Vorfeld auf einen Teil des Gehalts verzichtet wird.

Sabbatical als Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Ein gesetzlicher Anspruch auf ein Sabbatical besteht zwar nicht, jedoch kann in den meisten Fällen mit dem Arbeitgeber eine längere Auszeit individuell vereinbart werden. Die Argumente, die für solch ein flexibles Arbeitszeitmodell sprechen sind vielfältig – unter anderem erhöhen Firmen dadurch ihre Attraktivität für Arbeitskräfte, zudem kehren Mitarbeiter nach einer bewusst genommenen Auszeit in der Regel mit neuer Energie und Motivation an ihren Arbeitsplatz zurück. Letztlich profitieren also beide Seiten von einem Sabbatical.

Gärtnermeister Christian Thorberger nimmt Auszeit in Australien

Bestätigen kann dies beispielsweise Christian Thorberger, Gärtnermeister im Zierpflanzenbau aus Schermbeck. Zwischen Ausbildung und Meisterschule ergriff er die Chance für eine Auszeit und verbrachte ein halbes Jahr mit „Work and Travel“ in Australien. „Ein guter Freund war 2009 schon dort und als ich die ganzen Geschichten davon gehört habe, bekam ich auch Fernweh und hab‘ mich entschieden: Das machst du auch“, erinnert sich der 29-Jährige. Nach seiner Rückkehr arbeitete Thorberger die Saison über als Geselle und besuchte anschließend die Meisterschule. „Ich habe währenddessen viele wunderbare Erfahrungen gesammelt und die Freiheit genossen, sechs Monate tun und lassen zu können, was ich will“, so der junge Gärtnermeister. „So eine Unterbrechung kann ich jedem nur empfehlen.“

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