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Sachsen-Anhalt: EU-Schulobstprogramm wirkt sich positiv auf Ernährung der Kinder aus

95 Prozent beträgt die Akzeptanz der Kinder für Obst im Verlauf des Schulobstprogrammes in Sachsen-Anhalt. Das ist ein Plus von 29 Prozent. Bei Gemüse ist ein Anstieg von 61 auf etwa 83 Prozent zu verzeichnen. Dabei mochten die Schüler lieber Obst als Gemüse. Das geht aus dem Abschlussbericht zur Evaluierung des Schulobstprogrammes hervor, so das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt. 

Der Landwirtschaftsausschuss hat für das Schuljahr 2012/13 einer Aufstockung der Landesmittel um rund 50.000 Euro zugestimmt. Bei Zustimmung von Finanzausschuss und Landtag könnten so EU-Mittel in einer Höhe von 151.000 Euro zusätzlich abgerufen werden und 5.000 Kinder zusätzlich am Programm teilnehmen.

Bei der Frage nach den wahrnehmbaren Effekten bei den Schülern durch die Teilnahme am Schulobstprogramm wurde am häufigsten genannt, dass sich die Lernenden an den regelmäßigen Verzehr gewöhnten (72 Schulen), gefolgt vom Kennenlernen regionaler und saisontypischer Obst- und Gemüsesorten (64 Schulen). Bei der Frage nach dem Lieblingsobst wurde der Apfel favorisiert, gefolgt von Bananen und Erdbeeren. Bei Gemüse mochten die Kinder am liebsten Gurken, dann Karotten und Tomaten.

Ausnahmslos als gut bis sehr gut wurde die Qualität der gelieferten Ware (Geschmack, Aussehen, Frische) bewertet. Zwei Drittel (67 Prozent) der Schulen wurden mit regionalem Obst oder Gemüse beliefert. An der Befragung beteiligten sich 76 Grund- und drei Förderschulen mit 8.317 Lernenden und 1.046 Elternhäusern. Die Erhebung fand im Frühjahr 2011 statt. Mehr zu den Ergebnissen unter www.mlu.sachsen-anhalt.de. (ts)