Grüne Branche

Sächsische Gärtnerbörse: FloraSax behält ihren Platz im Kalender

Keine Dikussionen mehr gibt es im Landesverband Gartenbau Sachsen über den Fortbestand der Herbstbörse FloraSax, die mit der Frühjahrsbörse Floriga (beide finden auf der neuen Messe in Leipzig statt) zu den einzigen Veranstaltungen dieser Art in den neuen Bundesländern zählt. Die Zahl der Aussteller habe sich leicht erhöht (von 140 im Vorjahr auf nun 144), sagte der Präsident des Landesverbandes Winfried Kaiser gegenüber der TASPO, die Zahl der Besucher entsprach mit rund 3000 der des Vorjahres. Mit den benachbarten Landesverbänden wie Thüringen, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt pflege man eine enge und ständig an Intensität zunehmende Kooperation. Zur Situation der Gärtner in Sachsen betonte Kaiser, dass sich die im Frühjahr vorhandene Euphorie nun doch der Realität angepasst habe. Nach wie vor gebe es große Sorge wegen der Energiepreise, in diese Richtung gehe auch das bisher ungelöste Problem der Mineralölsteuerrückerstattung. Praktikable Alternativen zum Ersatz von Öl oder Kohle sehe er derzeit noch nicht, meinte Kaiser. Was die Investitionsbereitschaft der sächsischen Gärtner betreffe, so mache sich immer gravierender bemerkbar, dass die Eigenkapitaldecke nicht zunehme, sondern schwinde. So gebe es beispielsweise keine nennenswerten Neubauprojekte. Auch er selbst habe Vorhaben für seinen Betrieb zurückstellen müssen. Zur Situation im Verband sagte Kaiser, die Grabenkämpfe wären beendet, man könne sich nun wieder intensiv den fachlichen Themen zuwenden.

Als sehr wichtigen Termin bezeichnete Wolfgang Müller, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Bund deutscher Baumschulen (BdB), die Herbstbörse in Leipzig. Hier verkaufe man nicht nur gut, sondern knüpfe auch neue Kontakte und könne den Kunden die neuen Angebote vorstellen. Die Baumschuler seien mit dem Verlauf des Jahres nicht unzufrieden, betonte Müller. Renner sei zunehmend das Säulenobst, welches zu den ständig kleiner werdenden Privatgärten passe. Wachsenden Absatz verzeichneten Pfirsich und Aprikose, das sei sicher dem Klimawandel geschuldet, vermutet Müller. 2008 kämen drei neue Aprikosensorten auf den Markt, in die man große Hoffnungen setze. Total im Aufwind sieht Müller die späten Himbeeren und auch Heidelbeeren.