Grüne Branche

Sächsischer Staudenbetrieb erweitert seine Produktionsbasis

Als sich die Elbe im August 2002 den Betriebsteil Dresden-Gohlis der Staudengärtnerei Ihm holte, strich Johannes Ihm kurzerhand den zweiten Tag der offenen Tür im neuen Betrieb Zehren bei Meißen. In Zehren hatte Ihm eine neue Produktions- und Vermarktungsanlage aufgebaut (4,5 Hektar Freiland, 2 000 Quadratmeter unter Glas), die bundesweit vom technischen Know-now her ihresgleichen sucht. Die Stauden-Stellfläche wird durch ein elektronisch gesteuertes Transportsystem (Schwebebahn) beschickt und abgeräumt.

Ihm ist Mitinitiator und Gesellschafter der 1995 gegründeten Master Stauden GmbH & Co. KG. Über diese Einrichtung und weitere Abnehmer vermarktet er seine Produktion, das sind etwa 1 000 Arten und Sorten im Neun-Zentimeter-Topf und 300 Arten im Container, in einen Bereich, der sich von Berlin über Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis nach Nürnberg erstreckt. Er fühle sich im Großhandel wohl, sagt Ihm, in den Einzelhandel will er nicht umsteigen. Die Ware geht per eigenem Lkw oder Spediteur zum Versand. Im Betrieb sind 30 Mitarbeiter beschäftigt.

Baubeginn für den jetzt offiziell eröffneten neuen Teilbetrieb in Zehren war sechs Monate nach der Hochwasserkatastrophe in Dresden-Gohlis. Der Verstand, sagte Ihm, hatte gegen einen Wiederaufbau in Gohlis gesprochen. Der Neubau hier in Zehren sei freilich kein Zuckerlecken gewesen. Die neue Anlage umfasst eine Container-Stellfläche von 1,5 Hektar, ein 1 200 Quadratmeter großes Folienhaus sowie Arbeits- und Vermarktungsräume von rund 300 Quadratmeter. Produziert werden in diesem selbständigen Betriebsteil Container-Stauden in den Topfgrößen ein bis fünf Liter.