Grüne Branche

Sagaflor-Zukunftsforum: „Erlebniswelten und Preiswürdigkeit verbinden“

Würzburg. Garten und Heimtier sind die wahren Wellnessmärkte, sagte Franz-Josef Isensee auf dem Sagaflor-Zukunftsforum in Würzburg am 9. Juni. Sie sprechen das Herz der Menschen an. Und eben das will die Verbundgruppe in der Zukunft erreichen. Isensee, der als neuer Vorstandssprecher der Sagaflor nun sowohl den Garten als auch das Heimtier verantwortet, sieht es als Aufgabe an, in beiden Märkten Erlebniswelten und Preiswürdigkeit miteinander zu verbinden. „Im Garten können wir von der Preiskommunikation des Zoobereichs lernen, der Zoobereich kann von den Erlebniswelten des Gartens profitieren.“ Beide Sortimente verbuchten bei der Sagaflor in den ersten fünf Monaten dieses Jahres deutliche zweistellige Zuwachsraten. Beim Umsatz teilen sich die beiden Bereiche so auf: Über 40 Prozent stammen aus dem Heimtierbereich, der Rest aus dem Garten. Man sei stärker mit Pflanzen gewachsen, antwortete Isensee auf die Frage nach der Entwicklung in den Garten-Sortimenten. Bei der Hartware betrug das Wachstum zwölf bis 13 Prozent. Grundsätzlich liege der Schwerpunkt der Partner auf der Pflanze. Die Stoßrichtung für die Zukunft sei: Preiseinstieg ja, aber über das gesamte Sortiment höhere Margen zu erzielen.

Klaus-Dieter Lattemann steigt auf eigenen Wunsch aus

Ein Zuwachs von knapp 18 Prozent und damit 7,5 Prozent über Plan, Erhöhung des Eigenkapitals auf 25 Prozent, zweistellige Zuwachsraten in den Systemgruppen – Vorstandssprecher Klaus-Dieter Lattemann hinterlässt nach Worten seines Vorstandsmitgliedes Martin Fuchs ein „blitzsauberes Unternehmen“. Lattemann führte die Sagaflor knapp 30 Jahre lang von damals zwölf Millionen Mark Umsatz mit sieben Mitarbeitern auf jetzt 280 Millionen Euro Umsatz mit 120 Mitarbeitern. Standing Ovations begleiteten seine Abschiedsrede bei der Sagaflor-Nacht im Anschluss an das Sagaflor-Zukunftsforum, das als Rahmen für seine Verabschiedung gedacht war. Der 43-jährige Betriebswirt Peter Pohl tritt dafür neu in den Vorstand ein. Bei der Pressekonferenz hob dieser die besonders motivierten und engagierten Mitarbeiter der Sagaflor hervor. Pohl wird sich im Wesentlichen um die Bereiche Organisation, Personal und IT kümmern. Auf das Erfolgsrezept der Sagaflor angesprochen, verweisen beide, Isensee und Lattemann, auf die Partner der Sagaflor. Der Erfolg der Partner, nicht der der Sagaflor, habe im Fokus gestanden. Das dafür notwendige partnerschaftliche Arbeiten habe viel mit Vertrauen zu tun. „Die Sagaflor-Geschichte ist eine Geschichte, die von Personen getragen wird, das haben wir gelebt“, so Fuchs.

Über 70 Prozent Umsatz resultierte am 31. Dezember 2008 aus dem Systemgeschäft. In beiden Sortimenten, Garten und Heimtier, sei man im laufenden Jahr überdurchschnittlich gewachsen. 30 Neumitglieder zählt die Sagaflor in diesem Jahr. Am 31. Dezember betreute sie 860 Standorte. Per Ende Mai lagen die Umsätze bei plus 18 Prozent in den beiden Sortimenten Garten und Heimtier.

Eigenmarken bei Garten und Heimtier: eine Erfolgsstory

Als Erfolgsstory sieht Isensee das Eigenmarkengeschäft. Es habe sich weiter gut entwickelt. Das neue Graciana Pflanzenkonzept sei positiv angenommen worden. Es umfasst derzeit Gehölze, Kletterpflanzen, Stauden sowie Wasserpflanzen und wird über einen niederländischen Baumschuler logistisch abgewickelt. Zur besseren Vernetzung und Verschlankung der Prozesse plant die Sagaflor mit Beginn 2010 ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning).