Grüne Branche

Saisonarbeitskräfte: Fragebogen-Aktion erneut gestartet

Die mit der neuen Eckpunkteregelung zur Zulassung von osteuropäischen Saisonarbeitskräften verbundene Reduzierung um mindestens zehn Prozent der osteuropäischen Saisonarbeitskräfte konnte in vielen Bereichen nicht durch Arbeitskräfte vom heimischen Markt aufgefangen werden. Dies zeigten die Ergebnisse einer ersten Fragebogen-Aktion, die im Frühjahr durchgeführt wurde. Häufig wiederholten sich die Erfahrungen der Betriebe vom Ende der neunziger Jahre, und die vom heimischen Markt vermittelten Arbeitskräfte erschienen nach wenigen Tagen nicht mehr zur Arbeit. Bisher konnte die Bundesagentur für Arbeit keine Zahlen vorlegen, wie viele Arbeitskräfte vom heimischen Markt für welchen Zeitraum als Saisonarbeitskräfte im Gartenbau und der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Dennoch soll für 2006 und 2007 an der Ende 2005 vereinbarten Regelung festgehalten werden. Die jetzt vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband und weiteren berufsständischen Organisationen gestartete zweite Fragebogen-Aktion soll dazu beitragen, repräsentative Daten zum Einsatz deutscher Arbeitsloser in den Gartenbaubetrieben zu ermitteln. Nur so lässt sich beurteilen, ob die Regelung gewirkt hat oder gescheitert ist. Es sind daher alle Gartenbaubetriebe aufgerufen, ihre Erfahrungen zu dokumentieren, egal ob Gemüse-, Obst- oder Zierpflanzenbetrieb, Baumschule oder eine andere Sparte. Jeder Hinweis ist wichtig: positiv oder negativ. Der Fragebogen kann bei den Landesverbänden Gartenbau angefordert werden. Er steht aber auch im Internet auf der Startseite von www. g-net.de.