Grüne Branche

Saisoneröffnung in Sachsen-Anhalt

Es war wie auf einem Volksfest. Das halbe Dorf versammelte sich zur Eröffnung der Beet- und Balkonpflanzensaison Sachsen-Anhalts in der Gärtnerei Meinhardt in Niemberg, die zudem ihr 125-jähriges Bestehen feierte. Die Chronik dieses Betriebes, aufgeschrieben von Brigitte und Franz Werner Meinhardt, sie verkörpern die vierte Generation und sind die Eltern des heutigen Inhabers, Frank Meinhardt, beschreibt die Höhen und Tiefen, das Glück und das Leid eines mitteldeutschen Gartenbaubetriebes. Dass es mit dem Betrieb weitergeht, dafür steht die sechste Generation, der 23-jährige Peter Meinhardt.

Zum Saisonauftakt war die Grundschule Niemberg mit einem bunten Programm aus Musik, Tanz und Sport vertreten, die jüngsten Besucher durften auf der Hüpfburg toben und für alle gab es ein reichliches Angebot an Essen und Trinken. Natürlich standen die Gewächshäuser voller Ware und was hier besonders beeindruckte: Die ausführlichen Informationen zu jeder Pflanzengruppe. Wem das nicht genügte, der konnte bei den Gärtnern des Hauses nachfragen.

Freilich war auch der Saisonauftakt in Sachsen-Anhalt vom bis dato schleppenden Geschäft und vom Problem der steigenden Energiekosten überschattet. Voriges Jahr um diese Zeit, sagte der Präsident des Landesverbandes Gartenbau Herbert Bruchmüller, war die Saison schon halb gelaufen. Dieses Jahr beginnt sie gerade. Die Stimmung bei den Gärtnern sei sehr differenziert. Jetzt laufe das Geschäft zwar gut an, es sei aber auch viel Ware stehengeblieben. Anne-Marie Keding vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Magdeburg sagte zum Problem Energieeinsatz, dass auch die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau nach neuen Lösungswegen suche, um den Gärtnern zu helfen.