Grüne Branche

Salvia scabra: ein „Gute Hoffnung“-Salbei

Salvia scabra – der Raublatt-Salbei – stammt von den Küsten des südafrikanischen Kaps der Guten Hoffnung. Dies war sicherlich der Grund, warum die neue Salvia scabra-Sorte bei Jelitto in Schwarmstedt mit dem Namen ‘Good Hope’ versehen wurde.

Salvia scabra ‘Good Hope’, unter anderem für Steingartenbereiche. Foto: Jelitto

Dichte Blütenrispen, reich blühend, blüht bereits im ersten Jahr! Diese Merkmale stellte das niedersächsische Züchtungshaus heraus. Der unermüdlich blühende Salbei mit seinen ledrigen Blättern und rosa Blüten benötige nur wenig Pflege und komme mit wenig Wasser zurecht. Zugleich seien es schnell wachsende Pflanzen. In milden Lagen wären sie winterhart (Winterhärtezonen: Z8 bis zu Z11).

In der Zeit von Mai bis zum September sind die rosa Blüten an diesen Pflanzen.
Die Pflanzen der Salvia scabra ‘Good Hope’ bauen kompakt auf. Etwa 40 Zentimeter beträgt die Wuchshöhe, die Länge der Blüten mit einbezogen.
Zu den Verwendungsbereichen der Salvia scabra zählen der Steingarten ebenso wie andere adäquate Gartenplätze in sonniger Lage. Der Boden soll gut durchlässig sein (pH-Wert = 5,8 bis 6,8). Gepflanzt werden die ‘Good Hope’ im Abstand von 45 Zentimetern.

Mit dem Tausendkorngewicht von 2,22 Gramm sind die Saatkörner von Salvia scabra recht groß. Dies entspricht etwa dem Saatgut von Luzerne. Pro Gramm sind es ungefähr 450 Samenkörner, was natürlich nicht der zu erwartenden Pflanzenanzahl entspricht. Jelitto Staudensamen beziffert zu Salvia scabra ‘Good Hope’ den Saatgutbedarf für 1.000 Pflanzen auf drei Gramm und empfiehlt für Direktsaaten in Platten drei bis fünf Korn je Zelle. (Zum Vergleich: Stiefmütterchen haben ein Saatgutgewicht von 700 bis 1.100 Samenkörnern je Gramm, bei Viola cornuta sind es 1.300 bis 1.400 Samenkörner je Gramm.)

Das Saatgut darf nur sehr dünn abgedeckt werden. Keimtemperatur: etwa 20 Grad. Wichtig ist auch gleichmäßige Feuchtigkeit. Bis zur Keimung dauert es zwei bis drei Wochen.

Für die weiteren Phasen nennt Jelitto folgende Zeitdauer:

  • Keimung bis Pikieren = vier bis acht Wochen;
  • Pikieren bis Topfen = sechs bis zehn Wochen.

Beim Topfen kommen ein oder zwei Jungpflanzen in 11er-/12er-Staudencontainer. Bei Salvia scabra ‘Good Hope’ ist keine Vernalisation nötig, um schon im ersten Jahr blühende Pflanzen zu erzielen.

Salvia scabra wächst an ihren Heimatstandorten am Kap der Guten Hoffnung auf Sandstränden und Hügeln. Die dortigen Exemplare sind bis zu 80 Zentimeter hoch und haben hölzerne hellbraune Stängel. Ihre mittelgrünen Blätter ähneln der Form einer Leier und haben eine raue Oberfläche. Dies führte zur Bezeichnung scabra (= rau). Die kleinen länglichen Einzelblüten sind röhrenförmig.

Der Salbei zählt zu den Lamiaceae (Lippenblütler) und ist artenreichste Gattung in dieser Pflanzenfamilie. Der Gattungsname Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare = heilen. Dies unterstreicht die medizinische Bedeutung der betreffenden Pflanzen. Auch von Salvia scabra werden Blätter und Extrakte aus der Wurzel in Südafrika für medizinische Zwecke genutzt. (eh)